Albatros-CI-Doppeldecker

    Aus Lexikon Erster Weltkrieg

    Als eine vergrößerte Version des Albatros BII stellte der CI den Beginn der C-Typenreihe (bewaffnete Zweisitzer) dar, die im Frühjahr 1915 in Dienst genommen wurde. Der stabil konstruierte Doppeldecker hatte mit dem 160-PS-Mercedes DIII oder dem 180-PS-Argus As III einen stärkeren Motor als sein Vorgängermodell. Die Sitzposition der Piloten war vertauscht worden, sodass der Beobachter, der mit einem Parabellum-Maschinengewehr bewaffnet war, nun im rückwärtigen Teil des Cockpits saß. Der CI war aufgrund der großen Kühler zu beiden Seiten des Cockpits leicht zu identifizieren. Er wurde von den Feldflieger-Abteilungen an der Ost- wie Westfront zwischen 1915 und 17 in großen Stückzahlen verwendet; sein Haupteinsatzgebiet war die Beobachtung der feindlichen Artillerie. Außerdem war der Albatros-CI mit einer geringen Anzahl an Bomben ausgerüstet, die zwischen dem vorderen und hinteren Cockpit gelagert wurden. CI-Piloten wie das spätere Fliegerass Oswald Boelcke bewiesen, dass man auch mit einem nur mit einem Maschinengewehr ausgerüsteten zweisitzigen Flugzeug entscheidende Angriffe fliegen konnte. Auch das berühmteste Fliegerass des Ersten Weltkriegs, Manfred von Richthofen, flog als Aufklärer an der Ostfront einen CI-Doppeldecker.

    Technische Daten

    • Höchstgeschwindigkeit: 135 km/h*Dienstgipfelhöhe: 3000 m*Reichweite: 380 km*Spannweite: 12,90 m*Länge: 7,85 m*Startgewicht: 1190 kg*Bewaffnung: 1 MG 7,9 mm Parabellum für den Aufklärer


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