Alexander Freiherr von Krobatin

    Aus Lexikon Erster Weltkrieg

    österreichischer General und Kriegsminister; * 12. September 1849 Olmütz , † 27. Dezember 1933 Wien

    Alexander Ritter von Krobatin, österreichisch-ungarischer Kriegsminister
    Generaloberst Erzherzog Eugen von Österreich, der Kommandant der österreichisch-ungarischen Südwestfront in seinem Hauptquartier. Rechts im Vordergrund Kriegsminister Krobatin.

    Offizier des Artilleriestabs; ab 1896 Tätigkeit im Reichskriegsministerium als Experte für Artillerietechnik, 1904 Beförderung zum Sektionschef für Waffen- und Munitionsfragen. Als k. u. k.-Kriegsminister von Dezember 1912 bis April 1917 modernisierte Krobatin die österreichische Armee und stattete sie mit neuer Waffentechnik aus; er verstärkte die Grenzbefestigungen und wirkte entscheidend bei der Konstruktion schwerer, aber beweglicher Feldartillerie mit. Durch Krobatins Maßnahmen waren bis 1917 eine optimale Nutzung der vorhandenen personellen wie materiellen Ressourcen und ausreichender Nachschub an die Front gewährleistet. Nachdem Krobatin im April 1917 selbst um seine Ablösung gebeten hatte, wurde er als Oberbefehlshaber der 10. Armee eingesetzt, mit der er zwei erfolgreiche Offensiven gegen die italienischen Truppen führte (Schlacht von Caporetto).


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