Alexej Andrejewitsch Poliwanow

    Aus Lexikon Erster Weltkrieg

    russischer General und Kriegsminister; * 16. März 1855 , † 25. September 1920

    Alexej Andrejewitsch Poliwanow, der russische Kriegsminister

    adliger Abstammung; 1877-78 Teilnahme am Russisch-Japanischen Krieg; 1899-1904 Tätigkeiten für den Generalstab; 1905 Ernennung zum Chef des Generalstabs; 1906 Berufung zum Kriegsminister und sofortige Anordnung umfassender militärischer und politischer Reformen; 1912 durch Suchomlinow wegen seiner zu liberalen Einstellung abgelöst. 1912-1915 war Poliwanow im russischen Staatsrat beschäftigt, bevor er im Juni 1915 Suchomlinow im Amt des Kriegsministers ablösen und eine Verschwörung zu dessen Entlassung initiieren konnte. In dieser Position zeichnete Poliwanow für die Modernisierung der militärischen Ausbildungsmethoden und die Lösung der andauernden Kommunikations- und Nachschubprobleme in der Armee verantwortlich. Der Kriegsminister versuchte - erfolglos - Zar Nikolaus II. von dessen Idee der persönlichen Führung seiner Armee an der Front abzubringen und brachte dadurch Zarin Alexandra gegen sich auf, die seine Entfernung aus dem Amt im März 1916 veranlasste. 1920 Teilnahme an den sowjetisch-polnischen Verhandlungen in Riga als Vertreter der polnischen Armee.


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