Alfred Graf von Schlieffen

    Aus Lexikon Erster Weltkrieg

    deutscher Militär; * 28. Februar 1833 in Berlin , † 4. Januar 1913 in Berlin

    Alfred Graf von Schlieffen
    Alfred Graf von Schlieffen

    In der militärischen Vorgeschichte des Ersten Weltkriegs nimmt Alfred Graf von Schlieffen einen überragenden Platz ein, da er als Generalstabschef bestrebt war, das militärische Instrument zu höchster Vollkommenheit zu erheben und es dadurch auf den von ihm als unabwendbar angesehenen Weltkrieg vorzubereiten. Aus der Erkenntnis, dass Deutschland in einem modernen Krieg nur für begrenzte Zeit seine militärische Kraft zur Geltung bringen könne, verlangte er die Entscheidungsschlacht. Sie sollte unter bewusster Schwächung anderer Fronten entweder durch Umfassung (Schlieffen-Plan von 1905) oder nach einem entscheidenden Durchbruch (Plan von 1912) die Vernichtung des mutmaßlichen Hauptgegners Frankreich und damit den Gesamtsieg mit einem Schlag bringen. Dieser Gedanke lag den deutschen Operationsplänen zu Beginn (Marneschlacht) und zu Ende (Große Schlacht in Frankreich) des Ersten Weltkriegs zugrunde, scheiterte jedoch an unzulänglicher Vorbereitung und ungenügenden Mitteln.


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