Champagne

    Aus Lexikon Erster Weltkrieg

    Gebiet im östlichen Pariser Becken, nördlich der Marne; wenig fruchtbare Kalk- und Kreidelandschaft im Norden Frankreichs. War im Ersten Weltkrieg Schauplatz heftiger Kämpfe im Stellungskrieg. Nach der Marneschlacht (12.9.1914) verlief die deutsche Stellung in der Champagne von den Argonnen über Louain - Aubérive dicht nördlich an Reims vorbei. Ende Dezember 1914 wurden hier starke französische Durchbruchsversuche abgewiesen und die Stellung nur unerheblich zurückverlegt; das verlorene Gelände wurde im Februar 1915 größtenteils zurückerobert, der französische Gegenangriff in der Winterschlacht in der Champagne 21.2.-30.3.1915 wurde abgeschlagen.

    Neue starke Durchbruchsversuche der Franzosen scheiterten in der Herbstschlacht (22.9.-3.11.1915) wiederum, wenn auch der Gegner in die deutsche Stellung eindrang. Dasselbe Schicksal hatten die Angriffe in der Doppelschlacht an der Aisne und in der Champagne vom 6.4.-27.5.1917. Bei dem großen deutschen Angriff am 15.7.1918 wichen die Franzosen kampflos in ihre 2. Stellung aus und der Angriff verpuffte. In der Abwehrschlacht in der Champagne (26.9.1918) räumten die Deutschen die bis dahin gehaltenen Linien und wichen in die Hunding-Brunhildstellung nördlich der Aisne aus; diese hielten sie bis zum Kriegsende.


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    November 1914.

    ... Seit acht Tagen im Schützengraben, einer Ruine, in der bei Regenwetter das Wasser rauscht und alles von Lehm und Dreck starrt und die auch Schutz gegen das furchtbare Granatfeuer gewähren soll. Kleine Menschenarbeit gegen gewaltige Kräfte ... (Fritz Meese)

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