Colmar Freiherr von der Goltz

    Aus Lexikon Erster Weltkrieg

    deutscher Generalfeldmarschall; * 12. August 1843 in Bielkenfeld, Labiau , † 19. April 1916 in Bagdad

    General Colmar von Goltz; Porträt

    Goltz nahm an den Feldzügen 1866 und 1870/71 teil und gehörte anschließend fast ein Jahrzehnt der kriegsgeschichtlichen Abteilung des Großen Generalstabs an. 1883 schied er als Major aus, übernahm als Pascha und später Marschall die Leitung der Militärbildungsanstalten der Türkei und führte die Reorganisation des türkischen Heerwesens durch. 1896 trat Goltz als Generalleutnant in die preußische Armee zurück und wurde 1898 Chef des Ingenieur- und Pionierkorps und Generalinspektor der Festungen. Er brachte das Pionierkorps wieder in Verbindung mit den übrigen Waffen und suchte aus einer unorganischen Festungsmasse ein wohldurchdachtes Festungssystem für den Fall des Zweifrontenkriegs zu schaffen. Bei Weltkriegsbeginn wurde er Generalgouverneur von Belgien, ging aber bereits im November 1914 in die Türkei und übernahm dort erst das Kommando der 1. Armee am Bosporus, dann der 6. Armee im Irak. Mit dieser schloss er die Engländer bei Kut el Amara ein. Mit seinen militärgeschichtlichen Arbeiten war er einer der bedeutendsten Militärschriftsteller seiner Zeit.


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