David Beatty

    Aus Lexikon Erster Weltkrieg

    britischer Großadmiral; * 17. Januar 1871 Howbeck, Cheshire , † 11. März 1936 London

    ab 1919 Earl Beatty, Viscount Borodale of Borodale, Baron Beatty of the North Sea;

    Vizeadmiral Sir David Beatty

    Eintritt in die Royal Navy und Teilnahme an zahlreichen Aufträgen in den Kolonien, bei denen er Mut und Führungsstärke bewies; 1910 Beförderung zum Konteradmiral als jüngster britischer Offizier seit 100 Jahren. Nach der Beförderung zum Marinesekretär wurde Beatty 1913 die Leitung des Schlachtkreuzer-Geschwaders unter der Führung der H.M.S. Lion übergeben. Am 28.8.1914 gelang Beatty in der Bucht von Helgoland der erste britische Sieg. Ihm folgten zahlreiche weitere Erfolge in der Deutschen Bucht, darunter die Schlacht auf der Doggerbank im Januar 1914, bei der der deutsche Panzerkreuzer Blücher versenkt sowie die S.M.S. Seydlitz schwer beschädigt wurde; aufgrund eines Signalfehlers konnte jedoch die restliche Flotte Admiral Hippers entkommen. Am 30.5.1916 führte Beatty die britische Hochseeflotte im Skagerrak gegen die deutsche 1. und 2. Aufklärungsgruppe Admiral Hippers, wobei er drei seiner Kampfkreuzer verlor; danach versuchte er, die deutsche Hochseeflotte auf die britische Grand Fleet zuzuführen. Zwei deutsche Schlachtschiffe wurden schwer beschädigt, der britische Schlachtkreuzer Invincible versenkt. Kritiker warfen Beatty vor, mit diesem Manöver leichtsinnig unabsehbare Risiken eingegangen zu sein; tatsächlich können verschiedene Fehler in der Signalübermittlung Beatty zugeschrieben werden. Beattys Ruf litt jedoch durch "Jütland" nicht. 1916 wurde er als Nachfolger Admiral Jellicoes zum Flottenchef der Royal Navy ernannt, leitete in dieser Position den Wiederaufbau und die technische Verbesserung der Flotte und nahm am 21.11.1918 die Kapitulation der deutschen Hochseeflotte entgegen. 1921 Ernennung zum First Sea Lord und weitere Tätigkeit in der Admiralität bis 1927.


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