Eduard Baron von Böhm-Ermolli

    Aus Lexikon Erster Weltkrieg

    österreichisch-ungarischer Feldmarschall; * 12. Februar 1856 Ancona , † 9. Dezember 1941 Troppau (Tschechische Republik).

    Generaloberst Eduard Baron von Böhm-Ermolli
    Generaloberst vom Boehm-Ermolli auf dem Gefechtsstand vor Czernowitz

    1875 Eintritt in die österreichische Armee; 1884 in den Generalstabskorps übernommen; 1885 Erhebung in den Adelsstand; 1903 Ernennung zum Generalmajor; 1911 k. u. k.-Geheimer Rat; 1912 Ernennung zum General der Kavallerie. Böhm-Ermolli kommandierte zu Kriegsbeginn die 2. Armee, die im August 1914 unter großem Zeitdruck von der serbischen Front nach Galizien bewegt wurde. Sie konnte den russischen Vormarsch jedoch nicht aufhalten; erst im Juni 1915 wurde Lemberg wieder entsetzt. Ab 1915 war Böhm-Ermolli außerdem Oberkommandant einer nach ihm benannten Heeresgruppe; ab 1916 hatte er nur noch diesen Posten inne. Im selben Jahr erfolgte die Verleihung des Ordens Pour le Mérite sowie die Ernennung zum Generaloberst. Seine Heeresgruppe war unter seinem Kommando 1917 an der Sommeroffensive gegen Russland beteiligt. Im Dezember 1918, kurze Zeit nach seiner Ernennung zum Feldmarschall, nahm Böhm-Ermolli seinen Abschied. 1940 Reaktivierung als Chef des Infanterie-Regiments 28; einziger deutscher charakterisierter Generalfeldmarschall des Zweiten Weltkriegs.


    Bildergalerie: Schlacht um Verdun

    > Weitere Galerien

    Briefe gefallener Studenten

    November 1914.

    ... Seit acht Tagen im Schützengraben, einer Ruine, in der bei Regenwetter das Wasser rauscht und alles von Lehm und Dreck starrt und die auch Schutz gegen das furchtbare Granatfeuer gewähren soll. Kleine Menschenarbeit gegen gewaltige Kräfte ... (Fritz Meese)

    > Weitere Briefe