Elsa Brandström

    Aus Lexikon Erster Weltkrieg

    schwedische Rot-Kreuz-Schwester; * 26. März 1888 in Sankt Petersburg , † 4. März 1948 in Cambridge (Massachusetts)

    Elsa Brandström

    Tochter eines schwedischen Diplomaten in St. Petersburg, stellte Brandström ihr Leben 1914-20 in den Dienst der deutschen Kriegsgefangenen in Russland und Sibirien. Als Delegierte des schwedischen Roten Kreuzes bereiste sie ganz Russland, fuhr von einem Gefangenenlager zum anderen, verteilte Lebensmittel, Medikamente und Geld und vermittelte die briefliche Verbindung mit den Angehörigen in Deutschland. Den Lagerinsassen erschien die blonde Frau wie ein Wesen aus einer anderen Welt: "Engel von Sibirien" wurde sie genannt. Unter großen Strapazen und schwerster persönlicher Gefahr setzte Brandström ihr Werk auch während des russischen Bürgerkriegs (1917-20) fort. Nach dem Krieg gründete sie mit amerikanischer Unterstützung in Deutschland Sanatorien und Erholungsheime für heimgekehrte "Sibirier" und schuf ein Waisenhaus für die Kinder gestorbener Kriegsgefangener.


    Bildergalerie: Rumänischer Feldzug

    > Weitere Galerien

    Briefe gefallener Studenten

    November 1914.

    ... Seit acht Tagen im Schützengraben, einer Ruine, in der bei Regenwetter das Wasser rauscht und alles von Lehm und Dreck starrt und die auch Schutz gegen das furchtbare Granatfeuer gewähren soll. Kleine Menschenarbeit gegen gewaltige Kräfte ... (Fritz Meese)

    > Weitere Briefe