Erich von Falkenhayn

    Aus Lexikon Erster Weltkrieg

    deutscher Militär; * 11. September 1861 in Belchau, Westpreußen , † 8. April 1922 auf Schloss Lindstedt bei Potsdam

    Erich von Falkenhayn
    General von Falkenhayn auf dem Weg zu einer Stellung, Rumänischer Feldzug

    Seit 1880 zur Armee gehörend, wurde Falkenhayn im Ersten Weltkrieg nach der verlorenen Marneschlacht zum Nachfolger des Generalstabschefs Helmuth von Moltke berufen. Er entschied sich gegen einen Rückzug im Westen, erreichte aber nach dem "Wettlauf zum Meer" nur eine Verlängerung der Front zum Kanal. Entgegen den weitergehenden Wünschen Hindenburgs und Ludendorffs verfolgte er 1915 nur begrenzte Ziele im Osten (Masuren, Gorlice, Serbien). Der 1916 im Zeichen der Ermattungsstrategie stehende Angriff auf Verdun musste nach der russischen Brussilow-Offensive und der Sommeschlacht abgebrochen werden. Falkenhayn setzte die Forderung nach dem uneingeschränkten U-Bootkrieg bei Reichskanzler Bethmann Hollweg nicht durch, wurde nach dem Kriegseintritt Rumäniens abberufen und durch Hindenburg und Ludendorff ersetzt, bewährte sich aber als Führer der 9. Armee im Rumänienfeldzug. 1917 Führer der Heeresgruppe Falkenhayn in Palästina, musste er sich auf die Abwehr beschränken und wurde nach Streitigkeiten mit der türkischen Heeresleitung im März 1918 Oberbefehlshaber der 10. Armee in Weißrussland, wo er nach dem Frieden von Brest-Litowsk vorwiegend mit Verwaltungsaufgaben beschäftigt war.


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