Erster Weltkrieg: Chronik April 1915

    Aus Lexikon Erster Weltkrieg

    1. April Österreichischer Fliegerangriff auf Cetinje.
    1. April Feindliche Flieger über dem Breisgau und dem Schwarzwald.
    1. April Die Russen an der österreichischen Grenze (zwischen Pruth und Dnjestr) unter schweren Verlusten zum Rückzug gezwungen.
    2. April Aus (Deutsch-Südwestafrika) von Unionstruppen besetzt.
    3. April Warmbad (Deutsch-Südwestafrika) von Unionstruppen ohne Kampf besetzt; im Laufe der folgenden Tage auch Kalkfontein.
    3. April Die Russen auf den Höhen des Laborczatales von dem deutschen Beskidenkorps unter General v. d. Maritz zurückgeschlagen.
    3. April Der türkische Kreuzer "Medjidije" gerät vor Otschakow (Schwarzes Meer) auf eine Mine und sinkt.
    3. April Drie Grachten (Westufer des Yserkanals) von den Deutschen besetzt.
    4. April Vorstoß der Russen auf das südliche Dnjestrufer (östlich Zaleszczyki) zurückgeschlagen.
    5. April Erneute russische Niederlage auf den Höhen östlich des Laborczatales.
    5. April Beginn einer neuen französischen Offensive zwischen Maas und Mosel (östlich Verdun, Ailly, Apremont, Flixey, Pont-à-Mousson, Priesterwald).
    6. April Casablanca von aufständischen Muslimen besetzt.
    6. April Die Osterschlacht in den Ostbeskiden zwischen Uzsoker und Dukla-Paß zugunsten der Verbündeten entschieden.
    6. April Drie Grachten wieder aufgegeben. Schwere Verluste der Franzosen an den Maashöhen (Côtes Lorraines).
    7. April Landungsversuch englisch-französischer Truppen bei Enos vereitelt. Angriff englischer Flieger auf Smyrna.
    7. April Fortdauer der heftigen Kämpfe zwischen Maas und Mosel; ebenso an den folgenden Tagen.
    8. April Gaza von feindlichen Kreuzern beschossen.
    8. April Drie Grachten erneut besetzt. Reims mit Brandgranaten belegt.
    9. April Der "Zwinin" (östlich des Uzsoker Passes) von deutschen Truppen (Division Graf Bothmer) erstürmt.
    9. April Französische Niederlage zwischen der Orne und den Maashöhen.
    11. April Nancy mit Bomben belegt.
    11. April Erfolgeicher deutscher Vorstoß östlich Mariampol.
    11. April Der deutsche Hilfskreuzer "Kronprinz Wilhelm" läuft, nachdem er 13 Schiffe mit 53 659 t versenkt, in den Hafen von Newport News (Virginia) ein; interniert am 26. April.
    12. April Die seit 20. März andauernde russische Offensive in den Karpaten zum Stehen gebracht.
    12. April Erneuter Mißerfolg der Engländer bei Ahvaz an der persisch-mesopotamischen Grenze.
    13. April Französische Fliegerangriffe auf Orte des südlichen Schwarzwaldes.
    13. April Nordwestlich des Uzsoker Passes eine wichtige Stellung den Russen entrissen.
    14. April Angriff eines Marineluftschiffes auf die Tynemündung.
    14. April Kämpfe bei Basra. Rückzug der Türken.
    14. April Vergebliche französische Durchbruchsversuche am Hartmannsweilerkopf.
    15. April Französischer Fliegerangriff auf Freiburg i. Br.
    15. April Das niederländische Getreideschiff "Katwyk" in der Nähe des Noordhinder Feuerschiffes von einem deutschen U-Boot versenkt. Schadensersatzansprüche von der deutschen Regierung anerkannt.
    15. April Erfolglose Beschießung der Dardanellen und kleinasiatischen Häfen.
    16. April Schakalskopje, Kuibis, Bethanien und Brakwasser (Deutsch-Südwestafrika) von Unionstruppen (Südarmee unter Generalmajor Smuts) besetzt.
    16. April Angriff deutscher Marineluftschiffe auf die südliche englische Ostküste. Französischer Fliegerangriff auf die Pulverfabrik Rottweil.
    16. April Das englische U-Boot "E 16" in den Dardanellen versenkt.
    17. April Französischer Luftschiffangriff auf Straßburg.
    17. April Kasrischirin und Hamadan (Persien) von den Türken besetzt. Vordringen auf Karamanschah. Das türkische Torpedoboot "Timur Hissar" sprengt sich, nachdem es das englische Transportschiff "Manitou" versenkt hat, vor Chios in die Luft.
    17. April Das englische U-Boot "D 2" von einem deutschen Marineflugzeug in der Nordsee versenkt.
    18. April Seeheim (Deutsch-Südwestafrika) von Unionstruppen besetzt.
    18. April Englischer Angriff längs der Bahn Ypern–Comines abgeschlagen.
    19. April Deutscher Fliegerangriff auf Amiens.
    19. April Erfolgloser Angriff einer Torpedobootsflottille auf die Dardanellen. Tagelange Kämpfe bei Milos (Kaukasus) zugunsten der Türken beendigt. Beginn einer neuen türkischen Offensive.
    20. April Keetmannshoop (Deutsch-Südwestafrika) von Unionstruppen besetzt.
    20. April Deutscher Fliegerangriff auf Bialystok in Vergeltung russischer Fliegerangriffe auf Insterburg und Gumbinnen.
    20. April Russische Angriffe bei Nagypolany (Karpaten) abgeschlagen.
    21. April Deutscher Fliegerangriff auf Luneville.
    21. April Russische Angriffe am Uzsoker Paß blutig abgeschlagen.
    23. April Lizerne (westlich des Ypernkanals) von den Deutschen erstürmt.
    22. April Beginn einer deutschen Offensive (Armee Herzog Albrecht von Württemberg) nördlich Ypern. Der Übergang über den Ypernkanal erzwungen; Langemarck, Steenstraate, Het Sas und Pilkem genommen.
    24. April Beginn der Blockade der Küste Kameruns.
    24. April Die Höhe Ostry im Orawatalgebiet (Karpaten) von Teilen der Armee Linsingen (Feldmarschalleutnant Peter Hofmann) erstürmt.
    24. April Die Ferme Solaert und die Orte St. Julien und Kersselaere (östlich des Ypernkanals) von den Deutschen erstürmt. Schwere Niederlage der Franzosen südwestlich Combres auf den Maashöhen.
    25. April Ein russischer Stützpunkt südöstlich Koziowa (Karpaten) erstürmt. Die Höhe Ostry gegen starke feindliche Angriffe behauptet.
    25. April Erfolglose Beschießung des Bosporus durch die russische Flotte. Landung englisch-französischer Truppen (englischer Oberbefehlshaber General Hamilton, französischer Oberbefehlshaber General d'Amade) auf Gallipoli (an der Mündung des Sighin Dere, bei Kapa Tepe und Teke Burun) sowie bei Kum Kaleh (asiatisches Dardanellenufer).
    25. April Fortschritte des deutschen Angriffes auf den Maashöhen. Der Hartmannsweilerkopf von den Deutschen zurückerobert.
    26. April Lizerne von den Deutschen geräumt. Englische Angriffe nördlich Ypern unter schweren Verlusten gescheitert.
    26./27. April Der französische Panzerkreuzer "Léon Gambetta" von dem österreichisch-ungarischen U-Boot "5" (Komm. Linienschiffskommandant v. Trapp) im Ionischen Meer versenkt.
    27. April Französischer Fliegerangriff auf die Waffenfabrik Mauser in Oberndorf (am Neckar).
    27. April Beginn des deutschen Einmarsches in Kurland. Russische Stellungen bei Suwalki erstürmt.
    27. April Die Ufer des Sighin Dere und der Raum von Teke Burun vom Feinde gesäubert (Fünfte türkische Armee, Komm. General Liman Sanders). Der bei Kapa Tepe (Gallipoli) verschanzte Feind ans Meer zurückgedrängt. Starker Angriff der englisch-französischen Flotte (16 Panzerschiffe) auf die Dardanellen.
    28. April Französischer Fliegerangriff auf Friedrichshafen und Haltingen (Baden).
    28. April Vergebliche englische Angriffe auf die deutschen Stellungen nördlich Ypern. Französische Stellung bei Le Mesnil (Champagne) erstürmt.
    28. April Der französische Panzerkreuzer "Jeanne d'Arc" vor den Dardanellen beschädigt. Türkischer Erfolg am Suezkanal.
    29. April Niederlage einer italienischen Kolonne (unter Oberst Miani) bei Kasr bu-Hadi (Tripolitanien).
    29. April Deutscher Fliegerangriff auf Belfort.
    29. April Die Eisenbahnlinie Dünaburg–Libau von den Deutschen erreicht. Libau von der deutschen Marine beschossen.
    29. April Das asiatische Dardanellenufer vom Feinde vollständig gesäubert. Nur Kapa Tepe (Gallipoli) vom Feinde noch besetzt. Englisch-französischer Landungsversuch im Golf von Saros gescheitert. – Türkischer Erfolg bei Dilman (persische Provinz Aserbeidschan).
    29. April Festung Dünkirchen unter Feuer genommen.
    30. April Harwich, Ipswich und Whilton (englische Ostküste) mit Bomben belegt.
    30. April Szawle von den Deutschen besetzt. Die Russen auf Mitau zurückgeworfen.
    30. April Die Russen bei Artwin (Kaukasus) zurückgeschlagen. Feindlicher Vormarsch bei Kapa Tepe vereitelt. Landung bei Sedil Bahr.


    Bildergalerie: Ostfront

    > Weitere Galerien

    Briefe gefallener Studenten

    November 1914.

    ... Seit acht Tagen im Schützengraben, einer Ruine, in der bei Regenwetter das Wasser rauscht und alles von Lehm und Dreck starrt und die auch Schutz gegen das furchtbare Granatfeuer gewähren soll. Kleine Menschenarbeit gegen gewaltige Kräfte ... (Fritz Meese)

    > Weitere Briefe