Erster Weltkrieg: Chronik April 1918

    Aus Lexikon Erster Weltkrieg

    1. April Beginn einer englischen Offensive von der Küste aus unter General Edwards und vom Njassasee aus unter General Northey gegen die nördlich des Lurioflusses zwischen Medoboma und Msaluboma (93 bzw. 165 Meilen landeinwärts von Port Amelia) zusammengezogenen deutschen Streitkräfte.
    3. April Landung der deutschen Ostseedivision unter dem Befehl des Generals Grafen von der Goltz in Hangö (Südfinnland).
    3. April Österreichischer Landungsversuch nördlich Ancona.
    3. April Die nach Überschreiten des Jordan über Es-Salt und auf Amman vorgedrungenen englischen Brigaden von deutsch-osmanischen Streitkräften in mehrtägigem Kampfe gegen den Jordan zurückgeworfen.
    4. April Jekaterinoslaw (im Dnjeprtal) von deutschen Truppen nach Kampf genommen.
    4. April Der amerikanische Truppentransportdampfer "Cyclops" zwischen Barbados und den Vereinigten Staaten untergegangen.
    4. April Erfolgreiches deutsches Vordringen südlich der Somme und beiderseits Moreuil. Hamel, Castel und Mailly genommen.
    5. April Mahua (südwestlich Msalu) von den Engländern besetzt.
    5. April Erdschisch und Ardahan (Kaukasus) von den Türken besetzt.
    6. April Tammerfors von finnischer Weißer Garde besetzt.
    6. April Wastan, Arnis und Sarikamisch (Kaukasus) von den Türken besetzt.
    6. April Deutsche Offensive am Südufer der Oise bei Amigny. Die Vorstädte von Chauny erstürmt. Die Linie Bichancourt–Autreville–Nordrand von Barisis erreicht.
    7. April Wan nach heftigem Kampf von den Türken genommen.
    7. April Der Feind nach Einnahme von Pierremande und Folembray auf das Westufer der Ailette zurückgeworfen. Verneuil besetzt.
    8. April Charkow nach Kampf von deutschen Truppen genommen.
    8. April Deutscher Vorstoß über die Ailette bis zum Oise–Aisne-Kanal. Die feindlichen Stellungen auf den Höhen östlich Coucy-le-Chateau erstürmt. Quincy und Landricourt genommen.
    9. April Der Bahnhof Karis von deutschen Truppen nach Kampf besetzt. Die russischen Kriegsschiffe verlassen Helsingfors in Richtung Kronstadt, 30 Torpedoboote, 40 U-Boote und 50 Transportschiffe, die nicht weggebracht werden können, werden entwaffnet.
    9. April Deutscher Vorstoß zwischen Armentières und La Bassée-Kanal. Beginn der deutschen Offensive an der Lys gegen die englisch-portugiesischen Stellungen. Der Übergang über die Lys bei Bac St. Maux erzwungen. Coucy-le-Chateau nach erbittertem Kampf genommen.
    10. April Angriff eines deutschen U-Bootes auf Monrovia (Liberia).
    10. April Kagysman (siehe Kars) von den Türken besetzt.
    10. April Hollebeke und die Höhe von Messines erstürmt. Die Lys zwischen Armentières und Estaires an mehreren Stellen überschritten. Südlich Estaires die Lawe und die Gegend nordöstlich Bethune erreicht.
    11. April Landung einer deutschen Abteilung in Lowisa (zwischen Helsingfors und Wiborg).
    11. April Das deutsche Handelsschiff "Rheinland" kommt im Nebel in der Alandssee fest. Ende Juli abgebracht. – Der amerikanische Dampfer "Lake Moor" versenkt.
    11. April Die englische Besatzung in Armentières (50 Offiziere und mehr als 3000 Mann) streckt die Waffen. Südlich Estaires die Lawe überschritten. Merville genommen. Die Gesamtbeute seit dem 21. März beträgt über 112 000 Gef. und über 1500 Geschütze.
    11./12. April Angriff englischer Seestreitkräfte gegen die flandrische Küste (Ostende, Zeebrügge).
    12. April Deutsche Kriegsschiffe im Hafen von Helsingfors.
    12. April Vorstoß von den Höhen von Messines über den Steenbach. Der Ostrand von Wulverghem erreicht. Die Höhe von Rossignol erstürmt. Die Bahnlinie Bailleul-Merris und der Nieppewald erreicht. Südlich Merville der Clarence-Fluß überwunden und nach Erstürmung von Locon der La Bassée-Kanal nordwestlich Bethune erreicht.
    12. April Angriff eines deutschen Marineluftschiffgeschwaders auf das mittelenglische Kriegsindustriegebiet.
    13. April Helsingfors nach schweren Straßenkämpfen durch deutsche Truppen von den Rotgardisten befreit.
    13. April Die Deutschen bei Medoboma von Truppen des Generals Edwards nach Südwesten in Richtung Mwalia zurückgedrängt.
    13. April Nieuwekerke erstürmt. Bei Bailleul Merris und Vieux Berquin genommen.
    14. April Batum und Serai (östlich des Wan-Sees) von den Türken besetzt.
    15. April Die Bahn Tammerfors–Wiborg östlich Lahti von deutschen Truppen erreicht. Abo besetzt.
    15. April Wulverghem erstürmt. Die Höhen zwischen Nieuwekerke und Bailleul genommen.
    16. April Passchendaele, Wytschaete, Cappelynde, Meteren und Bailleul genommen.
    17. April Die Station Maan (an der Hedschasbahn) von aufständischen Arabern besetzt.
    17. April Poelkappelle, Langemarck und Zonnebeke genommen.
    17./18. April Ostende von englischen Monitoren beschossen.
    18. April Der Sandschak Bajasid und das Wilajet Wan wieder in türkischer Hand. Weiter nördlich Karakilisse von den Türken besetzt.
    20. April Einmarsch deutscher Truppen in die Krim.
    21. April Rittmeister Manfred Freiherr v. Richthofen im Westen gefallen.
    21. April Osurgeth (nordöstlich Batum) von den Türken besetzt.
    22./23. April Großangelegter englischer Angriff gegen Zeebrügge abgewiesen. 5 englische Kleine Kreuzer, 3 Zerstörer und mehrere Torpedoboote vernichtet. Nach dem englischen Bericht wurden die als Blockierungsschiffe verwendeten Kreuzer befehlsgemäß von den Mannschaften an Strand gesetzt und vernichtet. – Gefecht zwischen österreichischen und italienischen Seestreitkräften bei Valona.
    23. April Die Verbindung der deutschen Truppen (unter General Graf v. d. Goltz) mit der finnischen Armee nördlich Lahti hergestellt.
    23. April In der Krim Simferopol von Truppen des Generals Kosch erreicht.
    23. April Die Höhe von Vleugelhoek (nordöstlich Bailleul) erstürmt.
    24. April Hangard (südlich der Somme) genommen.
    25. April St. Eloi, Dorf und Berg Kemmel, Dranoeter und die Höhen nordwestlich Vleugelhoek genommen.
    26. April Kars von den Türken genommen. 860 Geschütze erbeutet.
    27. April Tavastehus nach Kampf genommen.
    27. April Das englische Kanonenboot "Cowslip" durch Torpedoschuß versenkt, das englische Torpedoboot "Nr. 90" gesunken.
    27. April Khifri (zwischen Bagdad und Mosul) von den Engländern besetzt. Rückzug der Türken auf Kerkuk.
    27. April Die Linie südwestlich Langemarck–Westufer des Steenbaches–Verlorenhoek–Hooge–Zillebeke–Vormezeele von den Deutschen erreicht. Die 1917 schwerumkämpfte Höhe 60 wieder genommen. Loker (westlich des Kemmelbergs) erstürmt.
    29. April Ein deutsches U-Boot (Kommandant Steinbauer) beschießt den befestigten Hafen von Carloforte (Sardinien).
    29. April Loker von den Franzosen wieder genommen.
    30. April Wiborg von finnischen Truppen genommen.
    30. April Feodosia (Krim) von deutschen Truppen kampflos besetzt.
    30. April Beginn einer englischen Offensive auf das östliche Jordanufer seitwärts der Straße Jericho–Es-Salt. Nach fünftägigen Kämpfen der Feind von türkisch-deutschen Truppen in seine Ausgangsstellungen zurückgeworfen.


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