Erster Weltkrieg: Chronik August 1917

    Aus Lexikon Erster Weltkrieg

    1. August Vordringen gegen die russische Grenze südlich des Dnjestr. Die Verbündeten vor Kimpolung.
    1. August Von Langemarck bis zur Lys alle englischen Angriffe angeschlagen.
    2. August Kämpfe am unteren Zbrucz (Kudrynce vom bayerischen Landsturm erobert) sowie zwischen dem Dnjestr und Pruth. Die russischen Stellungen bei Slobodzia und Davideny durchbrochen. Häuserkampf in Kimpolung.
    2. August Der deutsche Hilfskreuzer "Seeadler" (unter Graf Felix v. Luckner) bei Zobold (Lord Howeinseln) gestrandet. Nach einigen Tagen erbeutet die Bemannung eine Motorschaluppe und den französischen Schoner "Lutèce", mit denen sie am 21. August bzw. 5. September wieder in See sticht.
    2. August Englische Angriffe bei Nieuport, Bixschoote und Langemarck gescheitert.
    3. August Englische Angriffe auf die deutschen Stellungen 20 km südwestlich Lindi (Deutsch-Ostafrika).
    3. August Czernowitz zum drittenmal den Russen abgenommen (Generaloberst Kritec und Generaloberst Erzherzog Joseph). Nordöstlich Czernowitz die Reichsgrenze überschritten. In 14tägigem Feldzuge Galizien (außer einem schmalen Streifen von Brody bis Zbaraz) vom Feinde gesäubert.
    4. August Kämpfe der von Taza (Marokko) aus vorgehenden französischen Truppen mit Aufständischen unter Führung von Abd-el-Malek.
    4. August Vordringen in Richtung Chotin. Östlich Czernowitz Rarancze und der Westteil von Bojan am Pruth genommen. Im Suczawatal die Russen in die Ebene von Radautz zurückgedrängt. Wama an der Moldawa genommen. Die Bistritza zwischen Lunga und Brosteni ostwärts überschritten.
    5. August Die Verbündeten vor Sereth (Ort). Radautz nach heftigen Kämpfen genommen.
    8. August Russisch-rumänische Massenangriffe nördlich Focsani gescheitert.
    8. August Der deutsche Dampfer "Friedrich Karro" außerhalb der Mündung des Skellestea-Elf innerhalb der schwedischen Hoheitsgrenze von einem feindlichen U-Boot versenkt.
    9. August Die russischen Stellungen bei Heerestrau beiderseits der Oitozstraße erstürmt. Der Übergang über die Susita (nördlich Focsani) erzwungen.
    11. August Fliegerangriff auf Frankfurt am Main.
    12. August Das zäh verteidigte Panciu (nordwestlich Focsani) von deutschen Regimentern erstürmt.
    14. August Angriff österreichisch-ungarischer Land- und Seeflugzeuge auf das Seearsenal von Venedig.
    14. August Die Russen im Gebirgswinkel zwischen Trotus, Putna und Sereth auf dem Rückzuge. Soveja auf der Verfolgung überschritten. Stracani nordwestlich Panciu und dem Serethbrückenkopf Baltaretu erstürmt.
    14. August Englische bei Langemarck über den Steenbach vorgedrungene Abteilungen aufgerieben.
    15. August Östlich Marasesci der Feind über den Sereth zurückgeworfen.
    15. August Die Kathedrale von St. Quentin in Brand geschossen.
    16. August Angriff leichter deutscher Seestreitkräfte auf englische Kreuzer und Zerstörer in der Nordsee.
    16. August Zweiter Großkampftag der Flandernschlacht. Tiefgestaffelte englisch-französische Angriffe auf 30 km Breite von der Yser bis zur Lys verlustreich gescheitert. Örtliche Erfolge des Feindes nur bei Drie Grachten am Yser-Kanal, östlich Bixschoote und bei Langemarck. Am Abend Langemarck zurückgewonnen; ebenso der bei St. Julien und südlich bis Warneton eingedrungene Feind überall zurückgeworfen. Auch heftige englische Angriffe bei Loos ergebnislos.
    16. August Die feindlichen Stellungen südlich Grozesci von österreichisch-ungarischen Regimentern erstürmt. Seit dem 19. Juli im Osten von den Verbündeten 655 Offiziere, 41 300 Mann gefangen, 257 Geschütze, 546 Maschinengewehre, 50 000 Gewehre erbeutet.
    17. August Fliegerangriff auf Freiburg i. B.
    17. August Langemarck nach erbittertem Kampf verloren.
    18. August Nördlich Asiago Stellungen in 15 km Breite von den Italienern geräumt.
    18. August Von englischen Fliegern Bomben in der Nähe von Zierikzee (Niederlande) abgeworfen.
    19. August Beginn der 11. Isonzoschlacht. Infanterieschlacht zwischen dem Mrzli Vrh und dem Meere. Das Suganatal von den Italienern geräumt.
    20. August Fortdauer der feindlichen Angriffe; südlich Auzza und östlich Canale geringer feindlicher Geländegewinn. Auf der Karsthochfläche das Dorf Selo von den Italienern besetzt.
    20. August Beginn neuer Kämpfe um Verdun. Nach stärkstem Trommelfeuer in 23 km Breite auf beiden Maasufern vom Walde von Avocourt bis zum Caurièreswalde einsetzende französische Angriffe erzielen nur geringen örtlichen Gewinn (Höhe Toter Mann und Südrand des Rabenwaldes auf dem westlichen Maasufer sowie an Höhe 344 auf dem Ostufer). Fortdauer der Kämpfe an den folgenden Tagen.
    21. August Östlich Canale das Dorf Vrh den Italienern überlassen. Heftigste Kämpfe auf der Karsthochfläche. Fortdauer der Schlacht an den folgenden Tagen.
    21. August Deutsches Marineluftschiff nördlich Hornsriff abgeschossen.
    21. August Englischer Vorstoß bei St. Julien zurückgeschlagen. Starke feindliche Angriffe westlich Lens. Höhe 304 von den Deutschen geräumt.
    22. August Die von den Russen geräumten Stellungen westlich der Aa bis zur Linie Oding–Bigaun kampflos besetzt.
    22. August Der französische Hilfskreuzer "Golo II" im Mittelmeer von einem deutschen U-Boot versenkt.
    22. August Dritter einheitlicher englischer Massenangriff in Flandern zwischen Langemarck und Hollebeke in zähem Nahkampf abgeschlagen.
    24. August Der Monte Santo von den Österreichern geräumt.
    24. August Die Engländer an der Straße Ypern–Menin zurückgedrängt. Neue Kämpfe bei Verdun. Ebenso an den folgenden Tagen.
    26. August Von den Russen geräumte Stellungen auf dem Südufer der Düna nordwestlich Jakobstadt von den Deutschen besetzt.
    27. August Durchbruch einer deutschen Abteilung durch den feindlichen Ring bei Mpepo (105 km südwestlich Mahenge, Deutsch-Ostafrika).
    27. August Das Dorf Bojan östlich Czernowitz von den Verbündeten genommen.
    27. August Schwere Niederlage der Engländer zwischen Langemarck und der Bahn Roulers–Ypern. Beaucourt fest in deutscher Hand.
    31. August Tunduru (an der Grenze von Portugiesisch-Ostafrika) von den Engländern besetzt.


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