Erster Weltkrieg: Chronik August 1918

    Aus Lexikon Erster Weltkrieg

    1. August Vordringen der österreichisch-ungarischen Truppen (Generaloberst Freiherr v. Pflanzer-Baltin) bis an die Linie Fieri–Berat.
    1. August Rücknahme der deutschen Front zwischen Soissons und Fère-en-Tardenois. Soissons aufgegeben. Vorfeldkämpfe südlich von Fichtelberge und östlich der Suippes (Champagne).
    2. August Urmia von den Türken besetzt.
    3. August Das englische Ambulanztransportschiff "Wanilda" (7713 Tonnen) auf der Rückreise versenkt. 123 Mann vermißt.
    3. August Die beiderseits Albert westlich der Ancre stehenden deutschen Posten auf das Ostufer zurückgenommen. An der Aisne (nördlich und östlich Soissons) und an der Vesle Gefechtsfühlung mit dem Feind.
    4. August Die deutschen Nachhuten auf dem Westufer der Avre und des Dombaches sowie auf dem südlichen Vesleufer zurückgenommen. Fismes vom Feinde besetzt.
    5. August Der amerikanische Tankdampfer "O. B. Jennings" (10 300 Tonnen) 100 Meilen von der Virginischen Küste von einem deutschen U-Boot versenkt.
    5./6. August Angriff eines deutschen Luftschiffgeschwaders auf die Ostküste Mittelenglands (Fregattenkapitän Strasser gefallen).
    6. August Das außerhalb von Durazzo kreuzende österreichisch-ungarische Spitalschiff "Baron Call" durch feindliche Flieger angegriffen.
    7. August Der französische Panzerkreuzer "Dupetit-Thouars" (9520 Tonnen) im Atlantischen Ozean versenkt.
    8. August Beginn der feindlichen Offensive (1. französische Armee unter Debeney und 4. englische Armee unter Rawlinson) zwischen Ancre und Avre. Einbruch in die deutsche Stellung beiderseits der Straße Amiens–St. Quentin. Die Offensive zwischen Somme und Avre an der Linie Morcourt–Harbonnières–Caix–Fresnoy–Contoire zum Stehen gebracht. Beträchtliche Einbuße deutscherseits an Gefangenen und Geschützen.
    9. August Italienische Flieger werfen Flugzettel über Wien ab.
    9. August Fortdauer der feindlichen Offensive zwischen Ancre und Avre. In der Mitte der Schlachtfront der Feind westlich Lihons und östlich der Linie Rosières–Arvillers zum Stehen gebracht. In der Nacht die an der Avre und am Dombach kämpfenden Truppen östlich Montdidier zurückgenommen.
    10. August Oberleutnant Löwenhardt durch Zusammenstoß mit einem deutschen Flugzeug tödlich verunglückt.
    10. August Der Postdampfer "Polynesien" der Messageries Maritimes mit serbischen Truppen an Bord zwischen Biserta und Saloniki auf eine Mine geraten und gesunken.
    10. August Ausdehnung der feindlichen Offensive von der Ancre bis zur Oise. Brennpunkt des Kampfes zwischen Lihons und Avre.
    11. August Englischer Flottenvorstoß gegen die deutsche Bucht. Sechs englische Schnellboote durch deutsche Flugzeuge vernichtet.
    13. August Beginn feindlicher Angriffe im Tonalegebiet.
    14. August Der von den Deutschen geräumte Stellungswinkel bei Puisieux und Beaumont-Hamel vom Feinde besetzt.
    15./16. August Der französische Dampfer "Balcan" (1709 Tonnen) der Compagnie Marsellaise de Navigation à Vapeur zwischen Frankreich und Korsika versenkt.
    16. August Der amerikanische Transportdampfer "Montanan" (6659 Tonnen) versenkt.
    16. August Das italienische Luftschiff "A I" in der unteren Adria zugrunde gegangen.
    16. August Beiderseits der Avre (von Chaulnes bis Lassigny) starke feindliche Angriffe; ebenso an den folgenden Tagen.
    19. August Merville (an der Lys) von den Deutschen aufgegeben.
    19./20. August Fliegerangriff auf Konstantinopel.
    20. August Beginn einer neuen französischen Offensive in 25 km Breite, zwischen Oise und Aisne in der Richtung auf Chauny; der Angriff in der Linie Carlepont–südlich Blérancourt–Vezaponin–Pommiers aufgehalten.
    21. August Beginn eines englischen Großangriffes in 20 km Breite südlich Arras in der Richtung auf Baupaume. Feindliche Versuche, bei Hamel die Ancre zu überschreiten, vereitelt, Rücknahme der deutschen Front südwestlich Noyon und im Carlepontwald. Geländeverlust bei Blérancourt.
    22. August Die italienischen Linien zwischen Berat und Fieri von Truppen des Generalobersten Pflanzer-Baltin durchstoßen.
    22. August Fliegerangriff auf Karlsruhe.
    22. August Ausdehnung des englischen Großangriffs auf den Abschnitt von Albert bis zur Somme. Zwischen Oise und Aisne die deutsche Front hinter die Ailette zurückgenommen.
    22./23. August Vorstoß leichter deutscher Seestreitkräfte auf Dünkirchen.
    23. August Ausdehnung des englischen Angriffes von Arras bis Chaulnes. Kämpfe nordwestlich Bapaume in der Linie St. Leger–Achiet-le-Grand–Miraumont. Oestlich Hamel die Ancre vom Feind überschritten. Das Ancreufer von Miraumont bis östlich Albert von den Deutschen aufgegeben.
    24. August Schwere Kämpfe beiderseits Bapaume. Ebenso an den folgenden Tagen.
    25. August Berat und Fieri von Truppen des Generalobersten Pflanzer-Baltin genommen.
    25. August Feindlicher Fliegerangriff auf Luxemburg.
    26. August Ausdehnung des englischen Angriffes bis nördlich der Scarpe. Bei Bapaume Thilloy und Martinpuich, zwischen Somme und Oise Fresnoy und St. Mard vom Feind besetzt.
    27. August Schwere Kämpfe beiderseits der Straße Arras–Cambrai. Ebenso an den folgenden Tagen. Zwischen Somme und Oise Roye und Chaulnes aufgegeben.
    28. August Zwischen Somme und Oise der Feind im Vormarsch über Dompierre, Belloy, Nesle, Beaulieu, Suzoy, Noyon.
    29. August Nördlich der Somme Vorfeldgefechte vor den neuen deutschen Linien östlich (des geräumten) Bapaume–Péronne–östlich Noyon. Die Ailette westlich Folembray von den Franzosen überschritten.
    30. August Nördlich Soissons die deutsche Front in die Linie Juvigny–Bucy-le-Long zurückgenommen.
    31. August Der von den Deutschen zwischen Ypern und La Bassée geräumte Frontabschnitt (Kemmel, Bailleul, Neuf Berquin, Laweübergang) vom Feind besetzt. Bullecourt und Ecoust vom Feind genommen.


    Bildergalerie: Russische Militärs

    > Weitere Galerien

    Briefe gefallener Studenten

    November 1914.

    ... Seit acht Tagen im Schützengraben, einer Ruine, in der bei Regenwetter das Wasser rauscht und alles von Lehm und Dreck starrt und die auch Schutz gegen das furchtbare Granatfeuer gewähren soll. Kleine Menschenarbeit gegen gewaltige Kräfte ... (Fritz Meese)

    > Weitere Briefe