Erster Weltkrieg: Chronik Dezember 1916

    Aus Lexikon Erster Weltkrieg

    1. Dezember Am Arges südöstlich Pitesti die Front der rumänischen 1. Armee durchbrochen. Der untere Arges erreicht.
    2. Dezember Der Arges unterhalb Gaesti überschritten.
    3. Dezember Örtlicher Erfolg der Serben auf dem Ostufer der Cerna.
    3. Dezember Die dreitägige Schlacht am Arges gewonnen; die Vereinigung der Donauarmee mit der Armee Falkenhayn vollzogen. Südwestlich Bukarest die Rumänen über den Neajlov gegen den Arges zurückgeworfen.
    4. Dezember Sturmerfolg der Verbündeten südlich des Tartarenpasses und nördlich des Oitoztales.
    4. Dezember Die Bahn Bukarest–Targoviste–Pietrosita von der Armee Falkenhayn überschritten. Die Donauarmee erreicht den Arges südwestlich Bukarest und weist in der Donauniederung rumänisch-russische Angriffe zurück.
    4. Dezember Der englische Personendampfer "Caledonia" (9223 Tonnen), nachdem er ein U-Boot zu rammen versucht hat, von diesem U-Boot im Mittelmeer versenkt. – Der französische Postdampfer "Algérie" (4035 Tonnen) in der Nähe von Malta versenkt. – Angriff deutscher U-Boote auf den Hafen von Funchal (Madeira). Der französische Hilfsdampfer "Kanguroo", der englische Dampfer "Dacia" und das französische Kanonenboot "Surprise" versenkt.
    5. Dezember Die vorderste deutsche Linie im Trotustal infolge starken russischen Druckes geräumt.
    5. Dezember Sinaia nach Kampf genommen.
    6. Dezember Campina, Ploesti und Bukarest genommen. Am Alt eine rumänische Divison zur Übergabe gezwungen.
    6. Dezember Die Höhe 304 südöstlich Malancourt (Westufer der Maas) von den Deutschen erstürmt.
    7. Dezember Die im Grenzgebirge am Predeal- und Altschanzpaß stehenden Rumänen bei ihrem Rückzug zum größten Teil gefangen.
    8. Dezember Zwischen Kirlibaba nördlich Bystrycztal starke russische Angriffe gescheitert.
    8. Dezember Die von den Pässen nordöstlich Sinaia nach Südosten sich zurückziehende rumänische Division vom linken Flügel der Armee Falkenhayn aufgerieben. Vor dem rechten Flügel und vor der Donauarmee ist der Feind in vollem Rückzug.
    9. Dezember Zwischen Cernavoda und Silistria die Donau von den Bulgaren überschritten. Calarasi besetzt.
    10. Dezember Starke französisch-serbische Angriffe zwischen Dobromir und Makovo gescheitert.
    10. Dezember Das Handels-U-Boot "Deutschland" kommt von seiner zweiten Fahrt nach Amerika vor der Wesermündung an.
    11. Dezember Mizil und Urziceni, nordöstlich Bukarest, besetzt.
    11. Dezember Der französische Truppentransportdampfer "Maghellan" (6027 Tonnen) östlich der Insel Pantellaria (Mittelmeer) versenkt. Das italienische Linienschiff "Regina Margherita" (11 430 Tonnen) durch Mine vor Valona vernichtet. (Der italienische Oberkommandierende in Albanien General Vandini mit untergegangen.)
    12. Dezember Die Rumänen über die obere Jalomitza nach Nordosten zurückgeworfen. An der Straße nach Buzau gewinnen die Verbündeten Gelände.
    13. Dezember Die Große Walachei nördlich der Bahn Bukarest-Cernavoda vom Feind gesäubert.
    14. Dezember Buzau genommen. Die Jalomitza auch von der Donau-Armee und die Donau bei Fetesti (gegenüber Cernavoda) von den Bulgaren überschritten.
    15. Dezember Deutsche Angriffe bei Kibala (Deutsch-Ostafrika) abgeschlagen.
    15. Dezember Der linke Flügel der Armee Falkenhayn erreicht die Straße Buzau–Rimnik-Sarat; östlich Buzau der gleichnamige Fluß überschritten, vom rechten Flügel der Übergang über die Calmatui-Niederung erkämpft. In der Dobrudscha in Verfolgung der Russen die Linie Cogealas–Cartal–Harsova überschritten.
    15. Dezember Nordöstlich Verdun die Deutschen in die Linie Talourücken-Höhen nördlich Louvemont-Chambrettes Fe.- südlich Bezonvaux zurückgedrängt. Vacherauville, Louvemont und das Werk Hardaumont von den Franzosen besetzt.
    16. Dezember Angriff auf russische Seestreitkräfte im Hafen Sulina (Schwarzes Meer).
    16. Dezember Der Buzaul-Abschnitt überschritten.
    16. Dezember Östlich der Maas Bezonvaux und der Wald westlich des Dorfes in französischer Hand.
    17. Dezember Der untere Calmatui überschritten.
    18. Dezember In der Nord-Dobrudscha die Linie Babadag–Pecineaga überschritten.
    18. Dezember Die Chambrettes Fe. (östlich der Maas) in französischer Hand.
    22. Dezember In der Dobrudscha Tulcea besetzt.
    22. Dezember El-Arisch von den Engländern besetzt.
    22./23. Dezember Erfolgreicher Vorstoß österreichisch-ungarischer Zerstörer in die Straße von Otranto.
    23. Dezember Nördlich des Uz-Tales der Höhenkamm des Magyaros von den Russen besetzt.
    24. Dezember In der Dobrudscha Isaccea besetzt. Angriff auf den Brückenkopf von Macin.
    25. Dezember Filipesti und die anschließenden Stellungen südwestlich Braila genommen.
    26. Dezember Nach 5tägigem Kampf die feindlichen Stellungen südwestlich Rimnik-Sarat durchbrochen.
    27. Dezember Der Feind über Rimnik-Sarat zurückgeworfen.
    27. Dezember Das französische Linienschiff "Gaulois" (11 300 Tonnen) im Ägäischen Meer durch U-Boot (Kommandant Oberleutnant zur See Steinbauer) versenkt.
    28. Dezember Beginn der Offensivbewegung des Südflügels der Heeresgruppe Erzherzog Joseph an der Siebenbürgischen Ostfront. Der linke Flügel der Armee Falkenhayn erreicht Dumitresti (20 km nordwestlich Rimnik-Sarat).
    28. Dezember Deutscher Sturmerfolg an der Höhe 304 und am Südhang des "Toten Mannes" (Westufer der Maas).
    29. Dezember Die Linie Bizir–Sutesti–Slobozia erreicht.
    30. Dezember Die Höhe Solymtar (nördlich des Uz-Tales) und Tulnici (im Putna-Tal) den Russen entrissen.
    30. Dezember Einbruch in die feindliche Stellung nördlich und östlich Rimnik-Sarat. Die Donau-Armee nähert sich der Linie Gurgueti–Ciucea (südwestlich Braila).
    31. Dezember Herestrau und Ungureni im Zabala-Tal (Siebenbürgen) genommen. Von der Armee Falkenhayn der Feind in Stellung halbwegs Rimnik-Sarat und Fokjani, von der Donau-Armee in den Brückenkopf von Braila zurückgedrängt. In der Dobrudscha russischer Stützpunkt östlich Marcin genommen.
    31. Dezember Der von dem deutschen Hilfskreuzer "Möwe" aufgebrachte englische Dampfer "Yarrowdale" (4600 Tonnen) unter Führung des Offizierstellvertreters Badewitz als Prise in Swinemünde eingebracht. Er hat reiche Beute und 469 Gefangene an Bord.


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