Erster Weltkrieg: Chronik Februar 1915

    Aus Lexikon Erster Weltkrieg

    1. Februar Irrtümlicher Angriff eines deutschen U-Bootes auf das englische Hospitalschiff "Asturias".
    2. Februar Das Dorf Humin bei Bolimow (südlich der Weichsel) von den Deutschen erstürmt.
    3. Februar Schirati (an der Grenze von Britisch-Ostfrika) von den Engländern geräumt und von deutschen Truppen wieder besetzt.
    3. Februar Der englische Hilfskreuzer "Clan Mac Noughton" durch Mine vernichtet.
    3. Februar Niederlage der Engländer am Rotafluß (Mesopotamien). Kämpfe am Suezkanal bei Tussum, Ismailia und El Kantara.
    3. Februar Die französische Hauptstellung nördlich Massiges (Champ.) erstürmt.
    4. Februar Erfolgreiche österreichische Offensive (unter Pflanzer-Baltin) in der Südbukowina. Izwor, Moldawa und Briaza wieder besetzt.
    6. Februar Der von den Engländern gekaperte deutsche Dampfer "Adjutant" in der Rufidschimündung (Deutsch-Ostafrika) durch deutsches Artilleriefeuer schwer beschädigt und erbeutet.
    6. Februar Weitere Fortschritte in der Südbukowina. Kimpolung besetzt.
    7. Februar Der Suezkanal zwischen Tussum und Serapeum von den Türken überschritten.
    7.-15. Februar Winterschlacht in den Masuren. Ostpreußen vom Feind befreit. Führer: Generalfeldmarschall v. Hindenburg, Generaloberst v. Eichhorn (10. Armee, Nordflügel), General v. Below (8. Armee, Südflügel) – General Baron Sievers (russische 10. Armee). Siehe auch 15. und 22. Februar.
    8. Februar Italienische Kolonne bei Bungeim (Tripolis) von Aufständischen angegriffen.
    8. Februar Johannisburg von deutschen Truppen (unter General v. Falck) erstürmt. Die Pisseck-Linie in deutscher Hand (General v. Litzmann).
    8. Februar Jalta (Krim) von dem türkischen Kreuzer "Midilli" ("Breslau") beschossen. Der amerikanische, als Lazarettschiff verwendete Dampfer "Washington" von russischen Torpedobooten im Hafen von Trapezunt vernichtet.
    9. Februar Bialla genommen. Die Bukowina bis zur Suczawa von den Russen gesäubert.
    10. Februar Eydtkuhnen und Wirballen von den Deutschen (unter General v. Lauenstein) erstürmt. Linie Pillkallen–Wladislawow erreicht.
    10. Februar Russische Angriffe bei Egrikilisse und Lespik (Kaukasus) abgeschlagen.
    11. Februar Fliegerangriff auf Verdun.
    11. Februar Fluchtartiger Rückzug der Russen östlich der Masurischen Seen (26.000 Gefangene). Vom deutschen Nordflügel die Linie Gumbinnen–Wilkowiski erreicht. Die Stadt Sierpc (in Polen rechts der Weichsel) genommen. In der Bukowina die Sereth-Linie erreicht. Radautz wieder besetzt.
    11. Februar Nordwestlich Verdun mehrere französische Schützengräben genommen.
    12. Februar Amtlich wird bekannt gegeben, daß die deutsche Schutztruppe (unter Major Ritter) die am Nordufer des Oranjeflusses bei Kakamas verschanzten Engländer angegriffen und über den Oranjefluß geworfen hat.
    12. Februar Kalwarja und Mariampol (Gouvernement Suwalki) von den Deutschen besetzt. Österreichisch-ungarische Truppen überschreiten den Jablonica-Paß (Ostkarpaten).
    12. Februar Französische Angriffe bei Souain (Champagne) abgewiesen. Fortschreitender deutscher Angriff bei Massiges.
    13. Februar Deutsche Erfolge nordöstlich Pont-à-Mousson. Die Orte Hülsen und Obersegern (Vogesen) den Franzosen entrissen.
    14. Februar Lyck in Gegenwart Kaiser Wilhelms erstürmt. Racionz (in Polen rechts der Weichsel) von den Deutschen genommen. Nadworna (Südostgalizien) von österreichisch-ungarischen Truppen wieder besetzt.
    15. Februar Die russische 10. Armee in der neuntägigen Winterschlacht in Masuren vollständig vernichtet (über 50 000 Gefangene und mehr als 40 Geschütze erbeutet). Bielsk und Plozk (nördlich der Weichsel) besetzt.
    15. Februar Türkischer erfolgreicher Vorstoß bei Korna (Mesopotamien).
    16. Februar Verfolgung der Russen in Richtung Tauroggen und östlich Augustowo. Kolomea nach zweitägigem Kampf von österreichisch-ungarischen Truppen wieder genommen.
    16. Februar-10. März Winterschlacht in der Champagne. Französischer Durchbruchsversuch aus der Linie Souain–Perthes–Le Mesnil–Massiges in Richtung Bouziers gescheitert. (Deutsche Führer: Generaloberst v. Einem, Generale Riemann und Fleck.)
    17. Februar Die Serben beschießen die offene Stadt Mitrovicza, die Österreicher zur Vergeltung die Festung Belgrad.
    17. Februar "L3" und "L4" durch schweren Südsturm an der dänischen Küste vernichtet.
    17. Februar Die Russen über den Pruth zurückgeworfen. Czernowitz durch Teile der Armee Pflanzer-Baltin wieder besetzt.
    18. Februar Tauroggen von den Deutschen genommen.
    19. Februar Tauroggen von den Deutschen genommen.
    19. Februar Beginn der Beschießung der Dardanellenforts durch eine englisch-französische Flotte. – Erfolgreiche türkische Offensive im Kaukasus.
    19. Februar Die französische Hauptstellung bei Sulzern und der Reichsackerkopf erstürmt. Metzeral und Sondernach besetzt.
    20. Februar Weitere Fortschritte der Deutschen östlich Sulzern.
    21. Februar Die Reste der 10. russischen Armee strecken im Augustower Forst die Waffen.
    21. Februar Hohrod und Stoßweier (Vogesen) von den Deutschen genommen.
    22. Februar Garub (Deutsch-Südwestafrika) von den Engländern (General Mackenzie) besetzt.
    22. Februar Calais mit Bomben belegt.
    22. Februar Die Verfolgungskämpfe nach der Winterschlacht in Masuren beendet (über 100.000) Gefangene, 300 Geschütze erbeutet). Eine neugebildete russische Armee nordwestlich Grodno verlustreich geschlagen.
    22. Februar Der englische Truppentransportdampfer "192" bei Beachy Head (Südküste Englands) von einem deutschen U-Boot versenkt.
    22. Februar Der Sattelkopf nördlich Mühlbach (Vogesen) von deutschen Truppen im Sturm genommen.
    23. Februar Das Dorf Kilbel von den Deutschen besetzt. Abschluß der fünftägigen siegreichen Kämpfe bei Münster (Vogesen).
    24. Februar Prasznycz von den Deutschen erstürmt. (Ueber 10.000 Gef.)
    24. Februar Das französische Torpedoboot "Dague" im Hafen von Antivari gesunken.
    25. Februar Wiederaufnahme der (wochenlang andauernden) Beschießung der Dardanellenforts. – Mehrtägige Kämpfe nördlich Artwin mit vollem Erfolge der türkischen Truppen beendet.
    26. Februar Starke russische Angriffe bei Grodno, Lomza und Przasznycz.
    27. Februar Przasznycz von den Deutschen wieder geräumt.
    27. Februar Landungsversuch bei Kum Kaleh (asiatisches Dardanellenufer) vereitelt.
    27. Februar Siegreicher deutscher Vorstoß gegen die französischen Stellungen bei Blamont–Bionville (Französisch-Lothringen).
    28. Februar Erbitterte Kämpfe in den Karpathen und südlich des Dnjestr.
    28. Februar Es wird bekannt, daß der von dem Amerikaner Breitung angekaufte Frachtdampfer "Dacia" des Hapag auf der Fahrt nach Rotterdam von einem französischen Kreuzer im Kanal aufgebracht worden ist.
    28. Februar Französische Angriffe in der Champagne, in den Argonnen und in Lothringen abgeschlagen.


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    November 1914.

    ... Seit acht Tagen im Schützengraben, einer Ruine, in der bei Regenwetter das Wasser rauscht und alles von Lehm und Dreck starrt und die auch Schutz gegen das furchtbare Granatfeuer gewähren soll. Kleine Menschenarbeit gegen gewaltige Kräfte ... (Fritz Meese)

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