Erster Weltkrieg: Chronik Januar 1915

    Aus Lexikon Erster Weltkrieg

    1. Januar Der Uzsoker Paß von den Russen besetzt.
    1. Januar Das englische Linienschiff "Formidable" bei Plymouth von einem deutschen U-Boot (Komm. Kapitänleutnant Schneider) versenkt.
    1. Januar Russischer Landungsversuch (Kreuzer "Askold") bei Jaffa.
    1. Januar Das Bois Brulé (südöstlich Saint-Mihiel) von deutschen Truppen genommen.
    2. Januar Die stark befestigte Stellung der Russen bei Borzymow (Russisch-Polen) von deutschen Truppen genommen. Vergeblicher russischer Durchbruchsversuch bei Gorlice.
    2. Januar Vorstoß der Türken bis Sarikamysch (Kaukasus).
    3. Januar Das Dorf Steinbach (Oberelsaß) von den Franzosen besetzt.
    5. Januar Schuitdrift (am Nordufer des Oranjeflusses) von Unionstruppen besetzt.
    5. Januar Deutscher Vorstoß bis zum Sucha-Abschnitt (Russisch-Polen).
    5. Januar Seegefecht bei Sinope. – Urmia (persische Provinz Aserbeidschan) von den Türken besetzt.
    6. Januar Die österreichisch-ungarischen Sicherungstruppen aus dem Karpatenvorland der südlichen Bukowina zurückgenommen.
    6. Januar Kämpfe um Höhe 425 westlich Sennheim (Oberelsaß).
    7. Januar Starke französische Angriffe bei Sennheim abgeschlagen.
    8. Januar Die Stadt Kotur (persische Provinz Aserbeidschan) von den Türken besetzt. – Die russische Flotte beschießt die offene Stadt Sinope.
    8. Januar Erfolgreicher deutscher Sturmangriff in den Ostargonnen. Oberburnhaupt (Oberelsaß) den Franzosen entrissen.
    9. Januar Die Besatzung der "Ayesha" (Emden II) unter Kapitänleutnant v. Mücke auf dem Lloyddampfer "Choising" bei Hodeida (Rotes Meer) gelandet.
    10. Januar Angriff auf die Themsemündung, Dover und Dünkirchen.
    10. Januar Englischer Landungsversuch (Kreuzer "Doris") bei Alexandrette; ebenso am 23.
    10./11. Januar Die Insel Mafia (Deutsch-Ostafrika) an der Rufidschimündung von den Engländern besetzt.
    11. Januar Hartnäckige Kämpfe an der unteren Nida (Russisch-Polen).
    11. Januar Schlappe der Engländer bei Korna (Mesopotamien). Maskat, Hauptstadt des Sultanats Oman (Südostarabien), von türkenfreundlichen Araberstämmen angegriffen.
    11. Januar Weitere deutsche Erfolge an den Combreshöhen (Argonnen).
    12.-14. Januar Schlacht bei Soissons. Die Höhen von Crouy und Vregny von brandenburgischen Truppen unter Führung der Generale v. Lochow und Wichura in Gegenwart Kaiser Wilhelms erstürmt. Couffies, Crouy, Bucy-le-Long und Missy genommen. Das nördliche Aisneufer von den Franzosen gesäubert (5200 Gef.).
    13. Januar Täbris und Selmas (Persien) von den Türken besetzt.
    14. Januar Swakopmund von den Engländern besetzt.
    15. Januar Das französische U-Boot "Saphir" im Dardanelleneingang versenkt.
    17. Januar Die südafrikanischen Regierungstruppen von den aufständischen Buren bei Cnydas zum Rückzug gezwungen. Erfolgreiches Gefecht der Besatzung von Fort Schirati (Deutsch-Ostafrika).
    17. Januar Österreichische Artillerie bringt die Russen östlich Zakliczyn (Galizien) zum Weichen.
    17. Januar Der deutsche Heeresbericht meldet, daß seit Beginn der französischen Offensive (17. Dezember 1914) die französischen Verluste an von den Deutschen gezählten Toten 26.000 Mann, an unverwundeten Gefangenen 17.860 Mann betragen hätten, was einem Gesamtverlust von 150.000 Mann entspreche; die deutschen Verluste betragen noch nicht ein Viertel dieser Zahl.
    18. Januar Vorstoß der Russen bei Jacobeny (Bukowina) zurückgeschlagen.
    18./19. Januar Schwere englische Niederlage bei Jassini (Deutsch-Ostafrika).
    19. Januar Der Hirzstein (nördlich Sennheim) von den Deutschen genommen.
    19./20. Januar Angriff deutscher Marineluftschiffe auf die englische Ostküste (Yarmouth, Sandringham).
    20. Januar Der englische Dampfer "Durward" auf der Fahrt nach Rotterdam von einem deutschen U-Boot versenkt.
    20. Januar Englische Streitkräfte bei Korna (Mesopotamien) zurückgeschlagen.
    21. Januar Starke Angriffe der Russen auf der Kaukasusfront zum Stillstand gebracht.
    21. Januar Die Franzosen vom Hartmannsweilerkopf geworfen.
    22. Januar Der englische Kreuzer "Astraea" beschießt die Insel Kwale (Deutsch-Ostafrika).
    22. Januar Deutscher Luftangriff auf Dünkirchen.
    22. Januar Kirlibaba (Südbukowina) von österreichisch-ungarischen Truppen zurückerobert.
    22. Januar Deutsche Erfolge im Argonnerwald (General v. Mudra) und bei Pont-à-Mousson.
    23. Januar Eingeborenenaufstand in Britisch-Nyassaland.
    24. Januar 1914xxx Niederlage der Buren unter Kemp und Maritz bei Upington (Oranjefluß).
    24. Januar Deutsch-englisches Seegefecht (Führer: Konteradmiral Hipper – Vizeadmiral Beatty) bei der Doggerbank (Nordsee). Der deutsche Panzerkreuzer "Blücher" gesunken, der englische Panzerkreuzer "Tiger" beschädigt.
    25. Januar Ein Marine-Parseval-Luftschiff bei Libau heruntergeschossen.
    25. Januar Beginn der Offensive der deutsch-österreichisch-ungarischen Armee Linsingen ("Südarmee") gegen die Karpatenkämme (Linie Kalocsa–Laz–Ökörmezö–Volocz–Vezerszallas).
    25. Januar Deutscher Kleiner Kreuzer "Gazelle" durch Torpedoschuß eines feindlichen U-Bootes bei Rügen beschädigt. – Der Untergang des englischen Hilfskreuzers "Viknor" an der irischen Küste von der Admiralität bekannt gegeben.
    25. Januar Englische Stellungen bei La Bassée von Badensern genommen.
    25.-27. Januar Die Höhen von Craonne mit dem Gehöft Hurtebise (südöstlich Laon) von sächsischen Truppen (Generale d'Elsa und v. d. Planitz) erstürmt.
    26. Januar Der Uzsoker Paß nach dreitägigem Kampf zurückerobert.
    26. Januar Beginn einer neuen türkischen Offensive in Richtung Olty (Kaukasus).
    27. Januar Die Russen aus dem Nagy-Ag-Tal (Karpathen) vertrieben.
    27. Januar Niederlage der Russen bei Choi (persische Provinz Aserbeidschan).
    27. Januar Französische Massenangriffe in den Vogesen.
    28. Januar Festung Dünkirchen mit Bomben belegt.
    28. Januar Die Russen bei Bolimow (östlich Lowicz) zurückgeworfen.
    28. Januar Das amerikanische Handelsschiff "William P. Frye" von dem Hilfskreuzer "Prinz Eitel Friedrich" im Atlantischen Ozean versenkt.
    29. Januar Der Posten Bertua (Ostkamerun) von Franzosen besetzt
    29. Januar Russischer Angriff am Löwentinersee (Ostpreußen) abgewiesen. Die Russen bei Borzymow (östlich Lowicz) unter schwersten Verlusten zurückgeworfen. Die Karpatenpaßhöhen nach einwöchigen Kämpfen von österreichisch-ungarischen Truppen zurückerobert.
    29. Januar Erfolgreicher deutscher Angriff in den Westargonnen. Die Franzosen aus dem Dorfe Angomont (nordöstlich Badonviller) geworfen.
    30. Januar In der Irischen See mehrere englische Dampfer von "U 21" (Komm. Kapitänleutnant Hersing) versenkt.
    31. Januar Erneute englische Niederlage bei Korna (Mesopotamien).


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    ... Seit acht Tagen im Schützengraben, einer Ruine, in der bei Regenwetter das Wasser rauscht und alles von Lehm und Dreck starrt und die auch Schutz gegen das furchtbare Granatfeuer gewähren soll. Kleine Menschenarbeit gegen gewaltige Kräfte ... (Fritz Meese)

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