Erster Weltkrieg: Chronik Juli 1918

    Aus Lexikon Erster Weltkrieg

    1. Juli Der amerikanische Truppentransportdampfer "Covington" (16 339 Tonnen, der ehemalige Hapagpostdampfer "Cincinnati") auf der Heimreise in der Kriegszone versenkt.
    2. Juli Übergangsversuch der Italiener im Piavemündungsgebiet gescheitert.
    2. Juli Gefecht zwischen österreichisch-ungarischen und feindlichen Torpedobootstreitkräften in der Nordadria.
    4. Juli Erbitterte Nahkämpfe am Monte Solarolo (zwischen Piave und Brenta).
    4. Juli Starke feindliche Angriffe beiderseits der Somme. Das Dorf Hamel verloren.
    5. Juli Die österreichisch-ungarischen Truppen im Piavedelta in die Dammstellung am Ostufer des Hauptarmes zurückgenommen.
    6. Juli Erfolgreicher Angriff deutscher Seeflieger (Führer Oberleutnant d. R. Christiansen) auf englische U-Boote vor der Themsemündung.
    7. Juli Starke italienische Angriffe an der Vojusa (Albanien). Zurücknahme der österreichisch-ungarischen Postierungen im Flußtal gegen die Hauptstellungen. Fieri aufgegeben.
    7. Juli Fliegerangriff auf Konstantinopel.
    8. Juli Raumgewinn der Franzosen am oberen Devoli (Albanien).
    9. Juli Die österreichische Südfront in Albanien vor dem Druck starker feindlicher Kräfte über die Linie Berat–Fieri zurückgenommen.
    10. Juli Der norwegische Dampfer "Hauk" auf norwegischem Seegebiet von einem deutschen U-Boot aufgebracht. Auf Protest der norwegischen Regierung spricht die deutsche Regierung ihr Bedauern aus.
    10./11. Juli Angriff eines amerikanischen Geschwaders auf Koblenz.
    12. Juli Das japanische Linienschiff "Kawatschi" (21 800 Tonnen) in der Bucht von Tokujama infolge Innenexplosion gesunken; von 1000 Mann Besatzung 400 gerettet.
    14./15. Juli Der Postdampfer "Djennah" der Messageries Maritimes zwischen Biserta und Alexandria versenkt. 442 Personen vermißt.
    15. Juli Beginn der deutschen Offensive südwestlich und östlich Reims. Zwischen Jaulgonne und östlich Dormans die Marne überschritten. Der Feind auf die Linie Condé–La Chapelle–Comblizy–Mareuil zurückgeworfen. Nördlich der Marne der Feind bis östlich der Linie Chatillon–Cuchery–Chaumizy zurückgedrängt. In der Champagne von Pruney (östlich Reims) bis Tahure der Feind in die zweite Stellung nördlich Prosnes–Souain–Perthes zurückgedrängt.
    16. Juli Heftige feindliche Gegenangriffe südlich der Marne. Erweiterung der deutschen Erfolge nördlich der Marne. Beiderseits der Ardre der Feind auf das Reimser Bergland zurückgeworfen. Nordwestlich Massiges (östlich Reims) einige befestigte Höhen genommen.
    17. Juli Feindlicher Fliegerangriff auf Pola.
    17. Juli Der Cunarddampfer "Carpathia" (13 603 Tonnen) im Atlantischen Ozean versenkt.
    18. Juli Beginn der großen feindlichen Gegenoffensive zwischen Aisne und Marne. Die Angriffe in der Linie südwestlich Soissons–Neuilly–nordwestlich Chateau-Thierry zm Stehen gebracht. Französische Teilangriffe östlich Reims.
    19. Juli Der amerikanische Panzerkreuzer "San Diego" (15 400 Tonnen) bei Fire Island infolge Auflaufens auf einer Mine gesunken. Der Postdampfer "Australien" der Messageries Maritimes im Mittelmeer versenkt.
    19. Juli Erneuter feindlicher Durchbruchsversuch zwischen Aisne und Marne auf den Höhen südwestlich Soissons–westlich Hartennes–östlich Neuilly–nordwestlich Chateau-Thierry zum Stehen gebracht. Das Südufer der Marne von den Deutschen aufgegeben.
    20. Juli Beginn neuer Kämpfe nördlich Berat.
    20. Juli Der englische Truppentransportdampfer "Justitia" (ehem. holländischer Dampfer "Statendam", 32 000 Tonnen, 1917 fertiggestellt) an der Nordküste Irlands von einem deutschen U-Boot versenkt.
    20. Juli Fortdauer der feindlichen Angriffe zwischen Aisne und Marne. Chateau-Thierry von den Deutschen geräumt. Auch südwestlich Reims starke feindliche Angriffe gescheitert.
    23. Juli Der englische Hilfskreuzer "Marmora" (10 509 Tonnen) versenkt.
    23.-25. Juli Erfolgreicher Angriff österreichisch-ungarischer Seeflugzeuge auf die englischen Fluganlagen bei Otranto.
    24. Juli Der Übergang über den Semeni bei Kuci (Albanien) von österreichisch-ungarischen Truppen erkämpft.
    26. Juli Auch bei Kalmi der Uebergang über den Semeni erkämpft.
    26./27. Juli Zurücknahme der deutschen Front zwischen Ourcq und Ardre in die Gegend Fère-en-Tardenois–Ville-en-Tardenois.
    29. Juli Feindliche Angriffe gegen die Front Hartennes–Fère-en-Tardenois und südwestlich Reims gescheitert.
    30. Juli Merris (Flandern) in englischer Hand. Feindliche Teilangriffe am Meunière-Walde und östlich Fère-en-Tardenois.
    31. Juli Feindlicher Luftvorstoß gegen Saarbrücken.
    31. Juli Ergebnis des vierten Kriegsjahres. Den Feinden wurden entrissen und von deutschen Truppen besetzt: im Osten 198 256 qkm, in Italien 14 423 qkm, an der Westfront 5323 qkm (das an der Marne geräumte Gebiet abgerechnet), im ganzen 218 002 qkm. Ferner halfen die deutschen Truppen vom Feinde bzw. von räuberischen Banden säubern: in Finnland 373 602 qkm, in der Ukraine 452 033 qkm, in der Krim 25 727 qkm. An Beute wurde eingebracht: 7000 Geschütze, 24 600 Maschinengewehre, 751 972 Gewehre, 2 867 500 Schuß Artilleriemunition, 102 250 900 Schuß Infanteriemunition, 2000 Flugzeuge, 200 Fesselballone, 1705 Feldküchen, 300 Tanks, 3000 Lokomotiven, 28 000 Eisenbahnwagen, 65 000 Fahrzeuge. Die Zahl der im vierten Kriegsjahr gemachten Gefangenen beläuft sich auf 838 500, somit hat die Gesamtgefangenenzahl die Höhe von nahezu 3,5 Millionen erreicht.


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