Erster Weltkrieg: Chronik Juni 1917

    Aus Lexikon Erster Weltkrieg

    1. Juni Deutscher Angriff auf den englischen Posten bei Kikumi (69 km südlich Kilossa [Deutsch-Ostafrika]).
    2. Juni Der deutsche Dampfer "Gamma" durch englische Torpedojäger in norwegischen Gewässern zerstört.
    3./4. Juni Französischer Fliegerangriff auf Trier.
    4. Juni Die 10. Isonzoschlacht nach 19tägigen Kämpfen abgeschlossen.
    5. Juni Ein beträchtlicher Teil der von den Italienern während der letzten Offensive südlich Jamiano (zwischen Monfalcone und der Hermada) genommenen Gräben von den Österreichern zurückerobert.
    5. Juni Angriff eines deutschen Luftgeschwaders auf die Anlagen von Sheerness.
    5. Juni Ostende von feindlichen Monitoren beschossen. Das deutsche Torpedoboot "S 20" im Kampf mit feindlichen Aufklärungsstreitkräften gesunken.
    7. Juni Nach stärkster Artillerievorbereitung (seit 22. Mai) und zahlreichen Sprengungen Beginn der englischen Offensive in Flandern. Bei St. Eloi, Witschaete und Messines brechen die Engländer in die deutsche Stellung ein und dringen über Witschaete und Messines vor. Messines bleibt in englischer Hand. Die deutsche Linie auf eine vorbereitete Stellung zwischen dem Yserkanalknie nördlich Hollebeke und dem Douvegrund (2 km westlich Warneton) zurückgenommen. (Beginn der Schlacht in Flandern.)
    10. Juni Der nach mehrtägiger Artillerievorbereitung begonnene Angriff der 6. italienischen Armee auf der Hochfläche der Sieben Gemeinden und im Suganatal trotz Anfangserfolgen gescheitert. Brennpunkte des Kampfes: der Raum nordwestlich Asiago, Casara Sebio und das Gebiet des Monte Forno. Fortdauer der Kämpfe an den folgenden Tagen. – Janina (Griechenland) von den Italienern besetzt.
    11./12. Juni Elassona, Tirnowo und Larissa von Ententetruppen besetzt.
    12. Juni Das deutsche U-Boot "U 52" wird beschädigt in den Hafen von Cadix eingeschleppt, läuft am 28. Juni wieder aus.
    13. Juni Fliegerangriff auf London.
    13. Juni Der russische Heeresbericht meldet den Untergang des am 16. März ausgelaufenen russischen U-Bootes "Bars".
    13./14. Juni Der bewaffnete englische Hilfskreuzer "Avenger" in der Nordsee versenkt.
    14. Juni "L 43" in der Nordsee von englischen Seestreitkräften abgeschossen.
    14. Juni Infolge starker englischer Angriffe die deutschen Sicherungen vor der neuen Kampflinie zwischen Hollebeke und Warneton zurückgedrängt. Ein östlich Monchy (südlich der Scarpe) vorbrechender starker englischer Angriff im Nahkampf abgeschlagen.
    15. Juni Die Funkstation auf der Insel Runö (im Rigaer Meerbusen) von Mannschaften auf der Insel gelandeter deutscher Flugzeuge zerstört. Deutscher Fliegerangriff auf Dünaburg.
    16. Juni Die vorgeschobene Stellung zwischen Butkowo und Tachinossee (längs der unteren Struma) von den Engländern aufgegeben. Das linke Strumaufer bis auf die Brückenkopfstellungen geräumt.
    16./17. Juni Erfolgreicher Angriff eines deutschen Marineluftschiffgeschwaders (Führer Korvettenkapitän Viktor Schütze) auf Festungen Südenglands. "L 48" abgeschossen.
    20. Juni Landung der Engländer an der Mündung des Lukuledi. Wiederbesetzung des Küstenortes Lindi (Süden von Deutsch-Ostafrika), der infolge eines deutschen Vorstoßes im März aufgegeben worden war. Beginn eines konzentrischen Angriffes gegen die deutsche Schutztruppe.
    20. Juni Das französische U-Boot "Ariadne" an der Küste von Tunis von einem deutschen U-Boot (Kommandant Oberleutnant zur See von Heimburg) versenkt.
    20. Juni Bei Vauxaillon (nordöstlich Soissons) die französische Stellung in 1500 m Breite erstürmt.
    21. Juni Die Franzosen östlich des Cornillet in die deutschen Linien eingedrungen. Am 23. durch deutsches Wirkungsfeuer wieder zurückgedrängt. Am Poehlberg südöstlich Moronvillers die französische Stellung in 400 m Breite genommen.
    22. Juni Französische Stellung südöstlich Filain am Chemin des Dames in 1500 m Breite und 500 m Tiefe erstürmt.
    23.-25. Juni Erfolgreiche Unternehmung türkischer Seestreitkräfte gegen die russische Donaumündung. Leuchtturm und Funkenstation auf der Schlangeninsel zerstört.
    25. Juni Die auf dem Grenzrücken südlich des Suganatales noch in italienischer Hand gebliebenen Stellungen auf dem Monte Ortigara wieder genommen.
    26. Juni Der deutsche Dampfer "Westfalia" in der Nähe der holländischen Insel Texel ohne Warnung von einem feindlichen U-Boot versenkt.
    26. Juni Angriff englischer Flugzeuge auf den Oelberg.
    27. Juni Der französische Kreuzer "Kléber" (7700 Tonnen) auf dem Wege von Dakar (Afrika) nach Brest auf der Höhe von St. Mathieu auf Mine gelaufen und gesunken.
    28. Juni Der griechische Torpedobootszerstörer "Doxa" nach Explosion im Mittelmeer untergegangen.
    28. Juni Rückzug der Russen auf das Nordufer des Arbischiwanflusses (südlich Wan).
    28. Juni Erneuter umfassender englischer Ansturm gegen den Lensbogen (östlich Loos, zwischen Fresnoy und Gavrelle und beiderseits des Souchezbaches) gescheitert. Geringer feindlicher Geländegewinn bei Oppy-Gavrelle. Deutsche Sturmerfolge östlich Cerny und beiderseits der Straße Malancourt–Esnes (westlich der Maas).
    30. Juni Beginn der russischen Offensive (General Brussilow) in Ostgalizien. Nach starkem Feuer einsetzende Infanterieangriffe von der oberen Strypa bis südlich Brzezany abgewiesen. Feuerkampf nordwärts bis an den mittleren Stochod und südlich bis nach Stanislau.


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