Erster Weltkrieg: Chronik Juni 1918

    Aus Lexikon Erster Weltkrieg

    1. Juni Der amerikanische Transportdampfer "Präsident Lincoln" (18 168 Tonnen), ehem. Hapagdampfer gleichen Namens, auf der Rückreise nach den Vereinigten Staaten versenkt.
    1. Juni Weiteres Vordringen südöstlich Noyon und beiderseits des Ourcq-Flusses. Der auf dem Nordufer der Marne gelegene Teil von Chateau-Thierry vom Feinde gesäubert. Fort Pompelle (südöstlich Reims) vorübergehend besetzt.
    2. Juni Chaudun (südwestlich Soissons) genommen. Vorstoß über den Savièresgrund bis an den Ostrand der Wälder von Villers-Cotterets. Die Höhen westlich Chateau-Thierry genommen.
    3. Juni Südwestlich Soissons der Feind auf die Linie Le Soulier–Dommiers zurückgeworfen. Fortschritte nordwestlich Chateau-Thierry.
    4. Juni Auf dem Südufer der Aisne der Feind auf Ambleny–Cutry zurückgeworfen und seine Stellungen nördlich Dommiers genommen.
    6. Juni Das niederländische Hospitalschiff "Koningin Regentes" auf Mine aufgelaufen.
    6. Juni Die feindlichen Linien beiderseits der Ardre genommen.
    7. Juni Das deutsche U-Boot "U 65" läuft beschädigt in Santander ein.
    9. Juni Beginn der deutschen Offensive zwischen Montdidier und Noyon.
    10. Juni Der amerikanische Dampfer "Pina del Rio" auf der Höhe von Maryland und der feindliche Transportdampfer "Santa Anna" versenkt. Das österreichisch-ungarische Linienschiff "Szent Istvan" (21 370 Tonnen, 1914 erbaut) von italienischen Torpedobooten in der Adrai versenkt.
    10. Juni Beiderseits der Straße Roye–Estrées-St. Denis der Feind auf die Aronde zurückgeworfen. Der Übergang über die Matz erkämpft. Antheuil und Ribécourt erreicht. Das Höhengelände südwestlich Noyon in deutschem Besitz
    11. Juni Auf dem Ostufer der Oise die Linie Bailly–Tracy-le-Val–westlich Nampoel erreicht.
    12. Juni Das Vordringen der Franzosen in der Linie Kamia–Sinaprente zum Stehen gebracht.
    12. Juni Malema (Portugiesisch-Ostafrika) von den Engländern besetzt. Rückzug der Deutschen südwärts gegen den Ligonyafluß.
    12. Juni Der Feind südlich der Aisne aus seinen Linien östlich Cutry–Dommiers geworfen.
    13. Juni Der englische Hilfskreuzer "Patria" versenkt.
    13. Juni Einbruch deutscher Truppen in den Wald von Villers-Cotterets.
    14. Juni Etwa 10 000 Mann starke russische Banden, die nach der Landung an der Nordküste des Asowschen Meeres zum Angriff auf Taganrog vorgingen, von Truppen der Heeresgruppe Eichhorn vernichtet.
    15. Juni Beginn der österreichischen Offensive beiderseits der Brenta und an der Piave. Die Piave von der Heeresgruppe Boroevic überschritten. Der Ostrand der Montello erstürmt (Generaloberst Erzherzog Joseph). Bei Riva der Dosso Alto erstürmt und im Adamello-Abschnitt der Corno di Cavento erstürmt.
    15. Juni Täbris von den Türken besetzt.
    15. Juni Starke feindliche Angriffe gegen Dommiers und im Walde von Villers-Cotterets abgewiesen.
    16. Juni Weiteres Vordringen im Montello-Gebiet. Capo-Sile (Venetien) genommen.
    17. Juni An der Piave vorwärts bis zum Kanal Fosetta. Bisher 30 000 Gefangene und über 120 Geschütze erbeutet.
    17. Juni Poti (am Schwarzen Meer) von deutschen Truppen besetzt.
    18. Juni Der Kanal Fosetta überschritten. Die italienischen Linien bei Sovilla (Südfuß des Montello) durchstoßen.
    18. Juni Beginn der französischen Gegenoffensive im Walde von Villers-Cotterets.
    19. Juni Heftige italienische Gegenangriffe in Venetien, ebenso an den folgenden Tagen.
    23. Juni Abbruch der österreichischen Offensive. Der Montello und einige andere Stellungen auf dem rechten Piave-Ufer geräumt.
    24. Juni Das rechte Piave-Ufer wieder vollständig von den Italienern besetzt. Erbitterte Kämpfe um die Höhenstellungen zwischen Asiago und der Brenta.
    26. Juni Erbitterte Kämpfe am Col del Rosso. Italienischer Übergangsversuch über die Piave bei Fossalta gescheitert.
    26. Juni Deutscher Fliegerangriff auf Paris.
    27. Juni Das englische Hospitalschiff "Llandovery Castle" südwestlich Fastnet (Südirland) untergegangen; nach englischer Meldung durch ein deutsches U-Boot versenkt.
    28. Juni Englische Angriffe südwestlich Bailleul, französische Angriffe südwestlich Soissons nach hartem Kampfe abgewiesen.
    30. Juni Der Col del Rosso und der Monte di Val Bella von den österreichisch-ungarischen Truppen geräumt.


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