Erster Weltkrieg: Chronik März 1915

    Aus Lexikon Erster Weltkrieg

    1. März Beginn der Blockade der Küste Deutsch-Ostafrikas.
    2. März Antivari von österreichisch-ungarischen Torpedobooten beschossen.
    2. März Schwere Kämpfe am Uzsoker Paß (Linie Uzsok–Lupkow).
    3. März Fliegerangriff auf die Pulverfabrik Rottweil (Schwarzwald).
    3. März Englische Niederlage bei Ahvaz (an der persisch-mesopotamischen Grenze).
    3. März Französische Stellungen auf der Lorettohöhe erstürmt.
    4. März Landungsunfall eines Zeppelins bei Tirlemont (Belgien).
    4. März "U 8" durch ein englisches Torpedoboot bei Dover versenkt.
    4. März Mißlungener Landungsversuch der Engländer und Franzosen bei Sedil Bahr und Kum Kaleh (Dardanellen).
    4. März Französische Angriffe bei Celles (Lothringen) verlustreich gescheitert.
    5. März Niederlage der Engländer bei Korna (Mesopotamien). Erfolglose Beschießung von Smyrna.
    6. März Erfolgreiche deutsche Angriffe bei Rawa (Russisch-Polen).
    6. März Französischer Massenangriff bei Le Mesnil (Champagne) unter schwersten Verlusten zusammengebrochen.
    7. März Österreichische Erfolge in Westgalizien und in den Karpaten.
    7. März Angriff der russischen Flotte auf kleinasiatische Häfen. Niederlage der Russen bei Artwin (Kaukasus).
    8. März Erfolglose russische Angriffe bei Lomza, Przasznycz, Rawa und Nowo-Miasto (Polen).
    9. März Kämpfe der Italiener mit Aufständischen bei Gheifat (Libyen).
    9. März Beginn der deutschen Offensive gegen die aus der Richtung von Grodno vorgegangene neugebildete russische 10. Armee. Seiny und Berzniki erstürmt.
    9. März Der am 16. 2. (siehe dort) begonnene Durchbruchsversuch der Franzosen (Winterschlacht in der Champagne) vollständig gescheitert (französische Verluste: 45 000 Mann [2450 Gefangene], deutsche Verluste: 15 000 Mann).
    10. März Allgemeiner Rückzug der Russen in Richtung Grodno. Günstiges Fortschreiten des deutschen Angriffes nördlich Przasznycz.
    10. März "U 12" durch den englischen Torpedobootzerstörer "Ariel" vernichtet.
    10. März Englische Angriffe bei Neuve Chapelle. Kämpfe am Reichsackerkopf.
    11. März Makarze, Froncki, Giby und Kopciowo im Augustower Forst von den Deutschen auf der Verfolgung besetzt.
    11. März Der deutsche Hilfskreuzer "Prinz Eitel Friedrich" läuft, nachdem er 10 Schiffe mit 30 049 t versenkt hat, zwecks Reparaturen in den Hafen von Newport-News (Virginia) ein; am 7. April interniert. – Der englische Hilfskreuzer "Bayano" von einem deutschen U-Boot in der Irischen See versenkt.
    11. März Neuve Chapelle von den Engländern besetzt.
    13. März Neue französische Angriffe in der Champagne.
    14. März Russische Niederlage am Uzsoker Paß und im Oportale (Karpaten).
    14. März Der Kleine Kreuzer "Dresden", der in neutralen Gewässern bei der Insel Juan Fernandez (Chile) von englischen Kreuzern angegriffen wird, vom Kommandanten vernichtet. Er hat 5 Schiffe mit 16 080 t versenkt.
    14. März Der englische Kleine Kreuzer "Amethyst" bei Nagara (Dardanellen) schwer beschädigt, geht verloren.
    15. März Russischer Durchbruchsversuch südlich des Dnjestr in Richtung Kolomea verlustreich gescheitert.
    15. März Englische Höhenstellung bei St. Eloi genommen.
    16. März Niederlage der Engländer bei Bassora (Mesopotamien).
    17. März Patrouillengefecht bei Abercorn am Tanganyikasee.
    17. März Beginn einer russischen Offensive (Riga–Szawle-Gruppe unter General Apuchtin) gegen Memel. Einbruch russischer Reichswehrverbände in den nördlichsten Teil von Ostpreußen.
    18. März Zur Vergeltung für einen französischen Luftangriff auf die offene Stadt Schlettstadt wird Calais mit schweren Bomben belegt.
    18. März Memel und Tauroggen von den Russen besetzt. Die Russen nördlich des Uzsoker Passes und in Südostgalizien unter blutigen Verlusten zurückgeschlagen.
    18. März Die Schiffswerft von Theodosia (Krim) von türkischen Kriegsschiffen bombardiert. Schwere Niederlage der englisch-französischen Flotte (Kommandant Konteradmiral de Robeck) beim Angriff auf die inneren Dardanellenforts. Das französische Linienschiff "Bouvet" und die englischen Linienschiffe "Irresistible" und "Ocean" gesunken, das französische Panzerschiff "Gaulois" und das englische Linienschiff "Inflexible" schwer beschädigt.
    19. März Mekines und Fez (Marokko) von aufständischen Muselmanen besetzt. Pforteberg (Deutsch-Südwestafrika) von Unionstruppen (Oberst Albert) besetzt.
    19. März Letzter Ausfall der Besatzung von Przemysl.
    20. März Unentschiedenes Gefecht zwischen Deutschen und Unionstruppen (Oberst Britz) am Swakopfluß (Deutsch-Südwestafrika).
    20. März Beginn starker, bis Ende April andauernder russischer Angriffe (unter General Iwanow) gegen die Karpatenfront zwischen Uzsoker und Dukla-Paß. Sämtliche Angriffe erfolglos (russische Verluste schätzungsweise 500 000 Mann). Die Verbündeten (Südarmee Linsingen und österreichisch-ungarische 2. Armee Böhm-Ermolli) gewinnen allmählich Boden.
    20. März Die französischen Stellungen auf dem Reichsackerkopf erstürmt.
    21. März Paris und Compiègne mit Bomben belegt.
    21. März Die Russen aus Memel wieder vertrieben.
    21. März Englische Landung bei Mouaileh (an der Hedschasküste) vereitelt.
    22. März Deutscher Fliegerangriff auf Paris und Calais, französischer auf Freiburg.
    22. März Deutsche Truppen befreien in Russisch-Krottingen (Gouvernement Wilna) 3000 von den Russen verschleppte Ostpreußen. Przemysl (Besatzung: 34 000 Waffenfähige, 28 000 Kranke, 45 000 Arbeiter; Armierung: 1050 [zumeist veraltete] Geschütze) nach viereinhalbmonatiger Einschließung (Kommandant General v. Kusmanek) gefallen.
    22. März Die Operationen gegen die Dardanellen "wegen ungünstigen Wetters" unterbrochen.
    23. März Deutsche Seestreitkräfte beschießen Polangen. Vormarsch der Russen in Ostpreußen bei Ablenken zum Stehen gebracht (General v. Pappritz). Fortschreiten des östlichen Angriffes zwischen Pruth und Dnjestr.
    25. März Elf russische Stützpunkte südlich Zaleszczyki (zwischen Pruth und Dnjestr) erobert.
    26. März Französischer Fliegerangriff auf Metz und Straßburg.
    26. März Auf Tilsit vorgehende russische Abteilungen bei Laugszargen zurückgeschlagen. Starke Kämpfe im Laborczatal (Karpaten). Die Russen nordöstlich Czernowitz bis an die Reichsgrenze zurückgedrängt.
    26. März Der Untergang von "U 29" (Kommandant Kapitänleutnant Weddigen) vom englischen Admiralstab gemeldet.
    26. März Der Hartmannsweilerkopf von den Franzosen besetzt.
    27. März Weitere schwere Kämpfe in der Gegend des Uzsoker Passes.
    27. März Die Besetzung der "Ayesha" (siehe 9. Januar) in dem arabischen Hafen Lidd (südlich Dschidda).
    28. März Erneute heftige Kämpfe zwischen dem Luzkower und dem Uzsoker Paß (Karpaten).
    28. März Der englische Postdampfer "Falaba" vor Milford (Irische See) von einem deutschen U-Boot versenkt.
    28. März Ergebnisloser russischer Flottenangriff am Bosporus. Wiederbeginn des Angriffs gegen die Dardanellen.
    29. März Tauroggen von den Deutschen wieder erstürmt. Fluchtartiger Rückzug der Russen über die Grenze
    30. März Auch das Grenzgebiet nördlich der Memel von den Russen gesäubert. Die Russen nördlich des Augustower Waldes zurückgeworfen.
    31. März Beschießung der offenen Stadt Orsova durch Beschießung Belgrads beantwortet.
    31. März Die vor den Dardanellen zusammengezogenen Landungstruppen nach Cypern und Ägypten zurückbefördert.
    31. März Das Kloster Hoek-Gehöft den Belgiern entrissen.


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