Erster Weltkrieg: Chronik März 1916

    Aus Lexikon Erster Weltkrieg

    2. März Die Türken ziehen sich gegen Erzinghian und auf Bitlis zurück.
    2. März Einbruch der Engländer südlich Ypern in die "Bastionstellung". Östlich der Maas das festungsartig ausgebaute Dorf Douaumont und die benachbarten Höhen von den Deutschen erstürmt.
    4. März Heimkehr der "Möwe" (Kommandant Korvettenkapitän Graf zu Dohna-Schlodien) mit reicher Beute nach mehrmonatiger Kreuzfahrt im Atlantischen Ozean. Sie hat 16 Schiffe versenkt oder als Prisen aufgebracht.
    4. März Bitlis von den Russen genommen.
    5. März Beginn der englischen Offensive (unter General Smuts) gegen die deutsche Hauptstellung zwischen Taveta und Rombo am Kilimandscharo. Oldorobo und Taveta von den Deutschen geräumt; am 12. auch Moschi.
    5. März Beschießung von Hull am Humber.
    6. März Vergeblicher englischer Angriff bei Es Sinn (Irak).
    6. März In der Woëvre wird das Dorf Fresnes erstürmt.
    7. März Die französische Stellung beiderseits des Forgesbaches (unterhalb Bethincourt westlich der Maas) mit den Dörfern Forges, Regneville und den Höhen des Raben- und Kleinen Cumières-Waldes erstürmt.
    8. März Schwere englische Verluste bei Felahie (Mesopotamien).
    8. März Dorf und Panzerfeste Vaux nördlich Verdun genommen.
    9. März Erfolgreicher Angriff deutscher Seeflugzeuge auf russische Schiffe bei Varna. Das russische Torpedoboot "Leitenant Puschtschin" südlich Varna durch Mine vernichtet.
    9. März Der Ablainwald und der Bergrücken westlich Douaumont genommen. Panzerfeste Vaux von den Franzosen zurückerobert.
    10. März Der englische Hilfskreuzer "Fauvette" an der Ostküste durch Mine vernichtet.
    10. März Erfolgreicher deutscher Vorstoß bei Ville-aux-Bois (nordwestlich Reims).
    11. März Seit 21. Februar im Maasgebiet 430 Offiziere, 26 042 Mann gef., 189 Geschütze erbeutet.
    13. März Beginn der 5. italienischen Isonzooffensive. Am 16. ergebnislos abgebrochen.
    14. März Sollum (Ägypten) von den Engländern (unter General Peyton) den Senussen wieder entrissen.
    14. März Die Höhe "Toter Mann" (westlich der Maas) erstürmt.
    15. März Schwere Kämpfe um die Podgorastellung (Isonzo).
    16. März Der Passagierdampfer "Tubantia" des holländischen Lloyds unweit des Nordhinder Feuerschiffes untergegangen. – Der englische Dampfer "Berwind Vale" an der irischen Küste versenkt.
    17. März Erfolgreicher Vorstoß der österreichisch-ungarischen Truppen am Tolmeiner Brückenkopf.
    18. März Beginn einer russischen Offensive auf der Front Dryswjatysee–Postawy und beiderseits des Naroczsees.
    18. März Der Dampfer "Palembang" des Rotterdamer Lloyds unweit des Galloper Feuerschiffes untergegangen. – Der französische Torpedobootszerstörer "Renaudin" in der Adria versenkt. – Das österreichische Spitalschiff "Elektra" unweit Sebenico torpediert und erheblich beschädigt.
    18. März Kotur (Persien) von den Russen besetzt.
    19. März Vergebliche Angriffe der Italiener an der Isonzofront.
    19. März Angriff auf Dover, Deal und Ramsgate.
    19. März Fortsetzung der russischen Angriffe beiderseits Postawy und zwischen Narocz- und Wiszeniewsee. Deutscher Vorstoß bei Widsy. Räumung der Brückenschanze Uscieczko am Dnjestr seitens der österreichisch-ungarischen Truppen.
    19. März Ispahan (Persien) von den Russen besetzt.
    20. März Valona von österreichischen, Zeebrügge von englischen Fliegern angegriffen.
    20. März Ausdehnung der russischen Angriffe, besonders bei Jakobstadt und Widsy. Ebenso an den folgenden Tagen.
    20. März Gefecht an der flandrischen Küste.
    20. März Erstürmung der französischen Stellungen nordöstlich Avocourt.
    21. März Fortdauer der russischen Angriffe, besonders bei Jakobstadt und Widsy. Ebenso an den folgenden Tagen.
    22. März Die Deutschen ziehen sich aus der Ruwulinie (Kilimandscharogebiet) nach Süden zurück.
    22. März Der englische Dampfer "Minneapolis" (13 543 Tonnen) im Mittelmeer versenkt. – Der norwegische Dampfer "Kannik" im Hafen von Le Havre untergegangen.
    23. März Der Hafen von Daressalam von den Engländern beschossen. Das Lazarettschiff "Tabora" in Brand geraten und gesunken.
    24. März Der französische Postdampfer "Sussex" (5686 Tonnen) zwischen Folkestone und Dieppe von einem deutschen U-Boot versenkt – Der englische Dampfer "Englishman" westlich Islay versenkt.
    24. März Erfolgreiche Beschießung von Verdun.
    25. März Erfolgloser Angriff von englischen Wasserflugzeugen auf die deutschen Luftschiffanlagen an der nordschleswigischen Küste.
    26. März Vordringen der österreichisch-ungarischen Truppen vor dem Nordteil der Podgorahöhen.
    27. März Beschießung des Hafens von Saloniki und der Ententelager durch ein deutsches Luftgeschwader.
    27. März Der englische Dampfer "Manchester Engineer" auf der Höhe von Waterford versenkt.
    28. März Der englische Dampfer "Eagle Point" an der Südwestküste Irlands versenkt.
    28. März Erstürmung der französischen Stellungen nördlich Malancourt.
    29. März Angriff auf Valona.
    29. März Zusammenbruch der russischen Offensive an der Nordfront. (Russische Verluste 140 000 Mann.)
    30. März Malancourt (westlich der Maas) genommen.
    31. März Angriff eines deutschen Marineluftschiffgeschwaders auf London und Plätze der englischen Südostküste. Deutsche Flieger werfen versehentlich Bomben über Pruntrut (Schweiz) ab.


    Bildergalerie: Schlacht um Verdun

    > Weitere Galerien

    Briefe gefallener Studenten

    November 1914.

    ... Seit acht Tagen im Schützengraben, einer Ruine, in der bei Regenwetter das Wasser rauscht und alles von Lehm und Dreck starrt und die auch Schutz gegen das furchtbare Granatfeuer gewähren soll. Kleine Menschenarbeit gegen gewaltige Kräfte ... (Fritz Meese)

    > Weitere Briefe