Erster Weltkrieg: Chronik März 1917

    Aus Lexikon Erster Weltkrieg

    1. März Italien sperrt die Küsten am Tyrrhenischen Meer in ausgedehntem Maße durch Minen. (Mitteilung des holländischen Ministers des Äußern vom 9. März.)
    1. März Die Räumung der deutschen Stellungen beiderseits der Ancre (siehe 20. Februar) in einer Breite von 20 km und einer Tiefe von 5 km bis nahe an Bapaume vollendet. Ligny, Thilloy, Warlencourt, Pys, Miraumont, Grandcourt, Pusieux-au-Mont, Serre, Gommecourt von den Engländern besetzt. (Nach englischem Bericht.)
    5. März Das bewaffnete englische Handelsschiff "Princess Melita" vor Hoek van Holland.
    5. März Türkisch-englisches Vorpostengefecht westlich Azizie (80 km südöstlich Bagdad). Die Türken zur Aufgabe der Ktesiphonstellung gezwungen.
    8. März Der Höhenkamm des Magyaros zwischen Trotus- und Uztal von den Verbündeten erstürmt.
    8. März Übergang der Engländer über den Dialafluß (linker Nebenfluß des Tigris, 13 km vor Bagdad).
    9. März Die Orte Bidjar, Senna, Hamadan, Kengawar und Dewlet-Abad von den Russen besetzt. (Mitteilung des russischen Gesandten in Teheran an den persischen Ministerpräsidenten.)
    9. März Französische Angriffe beiderseits Prosnes (Champagne) abgeschlagen.
    11. März Bagdad von den Engländern (General Maude) besetzt. Rückzug der Türken in Richtung Samara.
    11./12. März Beginn einer planmäßigen Räumung der deutschen Stellungen zwischen Arras und der Oise.
    13. März Beginn tagelanger starker russisch-rumänischer Angriffe nördlich Monastir.
    13./14. März Péronne von den Deutschen geräumt.
    14. März Der (angeblich nicht bewaffnete) amerikanische Dampfer "Algankin" und der norwegische Dampfer "Storaas" von einem deutschen U-Boot versenkt.
    15. März Bucamez (Westlibyen) von den Italienern wieder besetzt.
    16. März Fliegerangriff auf Frankfurt am Main.
    16. März Geräumte deutsche Stellungen zwischen Sailly und dem St.-Pierre-Vaast-Wald, sowie zwischen Beauvraignes und Lassigny vom Feind besetzt.
    16./17. März Angriff eines Marineluftschiffgeschwaders auf London und die englische Südostküste. "L 39" bei Compiègne (nordöstlich Paris) vernichtet.
    17. März Kerind (Kaukasus) von den Russen besetzt.
    17. März Die von den Deutschen aufgegebenen Geländestreifen zwischen Arras und der Oise (Frontlänge ca. 120 km) mit den Ortschaften Bapaume, Péronne, Roye und Noyon vom Feinde besetzt.
    17./18. März Erfolgreicher Vorstoß deutscher Torpedoboote in die Straße von Dover und die Themsemündung.
    18. März Die planmäßige Räumung deutscher Stellungen zwischen Arras und der Aisne ohne Störung durch den nur zögernd folgenden Feind vollendet.
    19. März Das französische Großkampfschiff "Danton" (18 400 Tonnen) von einem deutschen U-Boot (Kommandant Kapitänleutnant Moraht) im westlichen Mittelmeer versenkt.
    20./21. März Das englische Hospitalschiff "Asturias" im Sperrgebiet versenkt.
    21. März Prinz Friedrich Karl von Preußen gerät schwer verwundet in englische Gefangenschaft.
    21. März Der amerikanische Petroleumdampfer "Healdton" in der Nähe der Doggerbank versenkt.
    22. März Der deutsche Hilfskreuzer "Möve" (Kommandant Graf Dohna-Schlodien) kehrt von seiner zweiten mehrmonatigen Kreuzfahrt im Atlantischen Ozean mit 593 Gefangenen und reicher Beute zurück. Erbeutet wurden 22 Dampfer mit 123 100 Brutto-Tonnen, von denen der englische Dampfer "Yarrowdale" am 31. Dezember 1916 mit 496 Gefangenen in einen deutschen Hafen, der japanische Dampfer "Hudson Maru" am 15. Januar 1917 (siehe dort) in den Hafen von Pernambuco einlief; die übrigen wurden versenkt.
    23. März Abschluß der Zehntageschlacht bei Monastir. Die starken französischen Angriffe gegen die Höhen westlich und nördlich Monastir gescheitert.
    23. März Das Kommandoschiff der Torpedoflotille von Dover "Laforey" nordwestlich von Kap Grisnez (Straße von Calais) versenkt.
    23. März Schachraban (an der Dialafront) von den Engländern besetzt. Kämpfe bei Kisil Robat.
    24. März Die Marokkaner unter El Tuba bei Ujan geschlagen.
    24. März Ausdehnung der deutschen Seesperre auf die Nordküste Rußlands.
    27. März Nach zweitägigen Kämpfen die Engländer (unter General Charles Dobell) bei Gaza unter schweren Verlusten zurückgeworfen und zum Rückzug bis Wadigaza (7 km südlich Gaza) gezwungen.
    28./29. März Vorstoß deutscher Seestreitkräfte gegen die englische Südostküste. Der bewaffnete englische Dampfer "Mascotte" östlich Lowestoft versenkt.
    29. März Rovereto und Arco von italienischer Artillerie beschossen.
    29. März Die deutschen Sicherungen beiderseits der Straße Péronne–Fins in die Linie Ruyaulcourt–Sorel zurückgenommen.
    30./31. März Das englische Hospitalschiff "Gloucester Castle" im Kanal von einem deutschen U-Boot versenkt.
    31. März Die am 20. März gekaperte französische Bark "Cambronne" landet mit 285 Mann, die elf von dem deutschen Hilfskreuzer "Seeadler" (2800 Tonnen, Kommandant Graf Felix Luckner) versenkten Schiffen angehören, in Rio de Janeiro.
    31. März Zwischen der Straße Péronne–Gouzeaucourt und dem Omignonbach die englischen Linien 2 bis 3 km vorgeschoben.


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    ... Seit acht Tagen im Schützengraben, einer Ruine, in der bei Regenwetter das Wasser rauscht und alles von Lehm und Dreck starrt und die auch Schutz gegen das furchtbare Granatfeuer gewähren soll. Kleine Menschenarbeit gegen gewaltige Kräfte ... (Fritz Meese)

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