Erster Weltkrieg: Chronik März 1918

    Aus Lexikon Erster Weltkrieg

    1. März Kiew und Gomel besetzt.
    1. März Der englische Hilfskreuzer "Calgarian" (17 515 Tonnen) von einem deutschen U-Boot an der irischen Küste versenkt.
    1. März Deutscher Vorstoß in das zerstörte Fort Pompelle (östlich Reims). Westlich der Maas feindliche Gräben südlich Haucourt erstürmt.
    2. März Schmerinka (Ukraine) besetzt.
    2. März Ultimatum der Mittelmächte an Rumänien. Kündigung des Waffenstillstands. Die rumänische Regierung erklärt sich daraufhin zu neuen Waffenstillstandsverhandlungen mit anschließenden Friedensverhandlungen auf Grund der von den Mittelmächten gestellten Bedingungen bereit.
    3. März Unterzeichnung des Friedensvertrages zwischen dem Vierbund und Rußland in Brest-Litowsk. Infolgedessen werden die militärischen Bewegungen in Großrußland eingestellt.
    3. März Der chilenische Schoner "Falcahuano" läuft von den Davidsinseln mit 58 deutschen Offizieren und Mannschaften des deutschen Hilfskreuzers "Seeadler" in Valparaiso ein.
    4. März Narwa kampflos von deutschen Truppen besetzt.
    5. März Ein zur Einrichtung eines Etappenplatzes für die Hilfsaktion nach Finnland bestimmter Teil deutscher Seestreitkräfte ankert bei Eckerö (Ahlandsinseln).
    5. März Unterzeichnung des Vorfriedensvertrages zwischen dem Vierbund und Rumänien in Bustea.
    7. März Unterzeichnung des Friedensvertrages zwischen Deutschland und Finnland in Berlin.
    7. März Die von den Rumänen geräumte Stadt Sereth von den Oesterreichern wieder besetzt.
    7./8. März Angriff auf London, Margate und Sheerness.
    8. März Verlegung des deutschen Großen Hauptquartiers von Kreuznach nach Spa. (Siehe auch 19. März.)
    8./9. März Luftangriff auf Paris zur Vergeltung für feindliche Bombenabwürfe auf die offenen Städte Trier, Mannheim und Pirmasens am 19. und 20. Februar.
    9. März In Palästina heftige Kämpfe um die Tell-Asur-Stellung. Katrawani, Atara und Silwad von den Engländern besetzt.
    9. März Kämpfe bei Monchy und Badonvillers. Deutscher Vorstoß südwestlich Markirch.
    10. März Deutsche Truppen bei Paluwo, 24 km westlich Meza (siehe 21. Februar), zurückgedrängt.
    11./12. März Fliegerangriff auf Paris zur Vergeltung feindlicher Fliegerangriffe auf offene deutsche Städte am 9. und 10. März.
    12. März Erzerum von den Türken wieder besetzt.
    12./13. März Angriff eines deutschen Marineluftschiffgeschwaders auf militärische Anlagen am Humber und in der Grafschaft York.
    13. März Feindlicher Fliegerangriff auf Freiburg i. B.
    13. März Die im Einvernehmen mit der rumänischen Regierung von Braila über Galatz–Bendery auf Odessa angesetzten deutschen Truppen besetzen nach Bandenkampf bei Moldowanka Odessa. Ihnen folgen von Schmerinka her österreichisch-ungarische Truppen.
    14. März Der letzte Streifen österreichischen und ungarischen Gebiets von den Rumänen geräumt. Der Osten der Monarchie nach dritthalb Jahren schwerster Kriegslast wieder völlig frei. Bachmatsch von deutschen Truppen besetzt.
    15. März Explosionskatastrophe im Granatenlager von La Courneuve bei Paris.
    16. März Köpriköi und Tortum (östlich Erzerum) von den Türken besetzt.
    16. März Der deutsche Heeresbericht nennt den General v. Gallwitz zum erstenmal als Führer einer besonderen Heeresgruppe im Westen.
    17. März Beginn der finnischen Offensive in Tavastland und Satakunta gegen Tammerfors und Björneborg.
    17. März Nikolajew (Südukraine) besetzt.
    17. März Deutsche Gegenmaßnahmen in englischem Sperrgebiet der deutschen Bucht. – Der italienische Dampfer "Tripolis" zwischen Civitavecchia und Sardinien versenkt.
    19. März Verlegung eines Hauptteiles des deutschen Großen Hauptquartiers nach Avesnes.
    20. März Cherson (Ukraine) besetzt.
    21. März Angriff deutscher Torpedostreitkräfte auf Dünkirchen, Bray, Dunes und La Panne.
    21. März Beginn der deutschen Offensive. Nach stärkster Artillerievorbereitung dringen deutsche Truppen zwischen der Scarpe und der Oise (Linie südöstlich Arras–La Fère) in einer Breite von rund 80 km in Teile der englischen Stellungen ein.
    22. März Divisionen der Heeresgruppe Kronprinz Rupprecht dringen bis zur dritten feindlichen Stellung, die Korps der Heeresgruppe Deutscher Kronprinz dringen in die dritte feindliche Stellung westlich St. Quentin ein. Die Stellungen südwestlich Cambrai vom Feinde geräumt. Demicourt, Flesquières und Ribécourt besetzt.
    23. März Infolge der durch Neubildung des rumänischen Ministeriums hervorgerufenen Verzögerungen der Verhandlungen wird die Waffenruhe mit Rumänien um drei Tage verlängert.
    23. März Der Jordan von englischen Truppen nördlich Jericho in Richtung auf Es-Salt überschritten.
    23. März Die englische dritte und fünfte Armee und Teile der herangeführten französisch-amerikanischen Reserven auf Bapaume–Bouchavesnes, hinter die Somme, zwischen Péronne und Ham sowie auf Chauny zurückgeworfen. Péronne und Ham besetzt. Die Schlacht bei Monchy–Cambrai–St. Quentin–La Fère gewonnen. Paris mit weittragenden Geschützen beschossen.
    24. März Der russische Kreuzer "Admiral Makarow" bei der Ausfahrt aus dem Hafen von Reval auf eine Mine gestoßen und gesunken.
    24. März Bapaume und die Höhen von Combles genommen. Der Übergang über die Somme unterhalb Ham erzwungen. Nesle erstürmt. Zwischen Somme und Oise der Feind über La Neuville und Villequier–Aumont zurückgeworfen. Guiscard und Chauny genommen.
    25. März Es-Salt von den Engländern besetzt.
    25. März Nach der Eroberung von Irles und Miraumont die Ancre überschritten. Südlich Péronne die Somme überschritten. Die Höhen nördlich Noyon erreicht.
    26. März Landung eines deutschen U-Bootes auf der Insel Thira bei Kreta.
    26. März Vernichtung der türkischen Streitmacht bei Khan Baghdadisch nordwestlich Hit (am Euphrat). Östlich des Jordans Vorstoß der Engländer auf Amman an der Hedschasbahn.
    26. März Der Feind längs der Somme in breiter Front im Rückzug. Albert, Chaulnes, Roye und Noyon genommen. Die alten Stellungen vor der Sommeschlacht von 1916 von den Deutschen an vielen Stellen überschritten.
    27. März Vordringen von Bapaume auf Bucquoy und Hebuterne. Heftige Kämpfe um Albert. Die feindlichen Stellungen westlich St. Quentin in 60 km Tiefe eingestoßen. Pierrepont und Montdidier genommen.
    28. März Fliegerangriff auf die Stadt Luxemburg.
    28. März Ana (Mesopotamien) von den Engländern besetzt.
    29. März Zwischen Somme und Avre Beaucourt und Mezières genommen.
    30. März Die feindlichen Linien zu beiden Seiten des Luce-Baches durchstoßen. Der Feind auf Moreuil zurückgeworfen. Kämpfe westlich und nördlich Montdidier. Fontaine erstürmt. Zwischen Montdidier und Noyon der Feind auf Thiescourt und Ville zurückgeworfen. Das Fort Renaud (südwestlich Noyon) erstürmt.


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