Erster Weltkrieg: Chronik Mai 1917

    Aus Lexikon Erster Weltkrieg

    1. Mai Deutsches Freigeleit durch das Sperrgebiet für neutrale in England liegende Schiffe.
    3. Mai An der Arrasfront zwischen Acheville und Queant auf 30 km Breite der vierte englische Durchbruchsversuch nach stärkster artilleristischer Kraftentfaltung gescheitert. Nur in Fresnoy der Feind eingedrungen.
    4. Mai Kampf eines deutschen U-Bootes mit französischen Schaluppen nordwestlich San Sebastian. Zwei spanische Fahrzeuge beschädigt, da die bewaffneten französischen Fischdampfer hinter ihnen Deckung suchten.
    4. Mai An der Arrasfront beiderseits Bullecourt englische, an der Aisnefront zwischen Barry-au-Bac und Brimont durch tagelanges Artilleriefeuer vorbereitete starke französische Angriffe zusammengebrochen. Kämpfe um den Winterberg westlich Craonne.
    5. Mai Das erste deutsche Flugzeug über Odessa.
    5. Mai Erneuter französischer Durchbruchsversuch zwischen der Ailette und Craonne auf 35 km Breite nach stärkster artilleristischer Kraftentfaltung abgeschlagen. Der Winterberg in feindlicher Hand.
    6. Mai Der Nordhang des Winterbergs zurückerobert.
    7. Mai Fliegerangriff auf London.
    8. Mai Nach starker Artillerievorbereitung unternommene Angriffe französischer, russischer und italienischer Truppen unter General Sarrail zwischen Prespa- und Doiransee von deutschen und bulgarischen Divisionen abgeschlagen. Fortdauer der Angriffe an den folgenden Tagen.
    8. Mai Fresnoy von bayerisch-fränkischen Regimentern zurückerobert.
    10. Mai Gefecht deutscher leichter Seestreitkräfte mit englischen Kreuzern und Zerstörern in den Hoofden.
    12. Mai Russische Abteilungen am Oberlauf der Diala zurückgeschlagen.
    12. Mai Nach starker Artillerievorbereitung unternommene englische Angriffe zwischen Lens–Queant gescheitert. Nur in Roeux der Feind eingedrungen.
    13. Mai Serbischer Angriff an der Moglenafront von den Bulgaren abgeschlagen.
    13. Mai Die russische Flugstation Lebara (Ostsee) mit Bomben belegt.
    14. Mai Nach dreitägiger Artillerievorbereitung Beginn der zehnten Isonzoschlacht in einer Breite von 40 km. Brennpunkte der Schlacht: der Raum von Plava, der Monte Santo, die Höhen östlich Görz, das Gebiet des Faiti Hrib und von Costanjevica.
    14. Mai Marineluftschiff "L 22" von englischen Seestreitkräften in der Nordsee vernichtet.
    14. Mai Die St. Berthe-Ferme (östlich des Fort de Malmaison) von den Deutschen erstürmt.
    14./15. Mai Erfolgreicher Vorstoß österreichisch-ungarischer leichter Seestreitkräfte in die Straße von Otranto. Ein italienischer Zerstörer, drei Handelsdampfer und 20 armierte Bewachungsdampfer versenkt. Das englisch-italienisch-französische Geschwader stark beschädigt. Der englische Kreuzer "Dartmouth" (5300 Tonnen) von einem deutschen U-Boot versenkt.
    15. Mai Zwischen Auzza und Canale das linke Isonzoufer von den Italienern genommen.
    16. Mai Nach tagelanger Artillerievorbereitung nördlich Monastir einsetzende starke russisch-rumänische Angriffe von Deutschen und Bulgaren abgeschlagen.
    17. Mai Nach sechstägiger Artillerievorbereitung beiderseits Makovo (im Cernabogen) einsetzende Angriffe von deutschen Truppen abgewiesen.
    17. Mai Die Höhe Kuk (südöstlich Plava) nach zweitägigen Kämpfen von den österreichisch-ungarischen Truppen aufgegeben.
    17. Mai Bullecourt von den deutschen Truppen geräumt.
    19. Mai Die Italiener bei Auzza über das linke Isonzoufer zurückgeworfen.
    20. Mai Schwere Kämpfe um den Monte Santo.
    20. Mai Der brasilianische Dampfer "Tajusa" an der brasilianischen Küste versenkt.
    20. Mai Deutscher Geländegewinn bei Braye, Cernay und westlich der Hurtebise-Festung (Aisnefront). Starke französische Angriffe gegen die Höhenstellung nördlich der Straße Prunay–St. Hilaire-le Grand (Champagne). Die Kuppen des Cornilletberges (südlich Nauroy) und des Keilberges (südwestlich Moronvillers) von den Franzosen besetzt.
    22. Mai Der schwer erkrankte Hauptmann Wintgens bei einem Vorstoß aus dem Süden gegen Tabora südlich Lukalanga (100 km südwestlich Tabora, Deutsch-Ostafrika) von belgischen Truppen gefangen genommen. Seine Abteilung überschreitet bei Malongwe (südöstlich Tabora) die Bahn und dringt bis in das Gebiet westlich des Meruberges vor.
    23. Mai Wiederaufleben der 10. Isonzoschlacht in einer Breite von 40 km, von Plava bis zum Meere.
    23./24. Mai London, Sheerness, Harwich und Norwich von einem deutschen Marineluftschiffgeschwader (Korvettenkapitän Strasser) mit Erfolg angegriffen.
    24. Mai Großangelegter italienischer Durchbruchsversuch auf der Karsthochfläche gescheitert, ebenso an den folgenden Tagen.
    25. Mai Dover und Folkestone mit Bomben belegt.
    26. Mai Das englische Hospitalschiff "Devarcastle" im Mittelmeer ohne Warnung versenkt.
    28. Mai Drittes Aufflammen der 10. Isonzoschlacht. Kämpfe um die Höhen von Vodice und den Monte Santo.
    30. Mai Benghasi (Libyen) von einem deutschen U-Boot beschossen.


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