Erster Weltkrieg: Chronik November 1915

    Aus Lexikon Erster Weltkrieg

    1. November Cacak von der Armee Koeveß besetzt. Kragujevac in deutschem Besitz. Beiderseits der Morava die Linie Bagrdan–Despotovac überschritten. Beginn der Offensive gegen Montenegro.
    1. November Schwere Verluste der Italiener bei Görz.
    1. November Russische Angriffe vor Dünaburg und westlich Czartorysk abgeschlagen. Heftige Kämpfe um Siemikowce (an der Strypa).
    1. November Das englische Torpedoboot "96" in der Straße von Gibraltar nach Zusammenstoß gesunken.
    1. November Russische Angriffe bei Olty (Kaukasus) abgeschlagen.
    2. November Usice besetzt. Die montenegrinische Höhe Bobija erstürmt. Fortschreitender Angriff der Bulgaren in Richtung auf Nisch.
    2. November Neue vergebliche Angriffe der Italiener auf Görz.
    2. November Schwere Kämpfe vor Dünaburg. Kämpfe um Siemikowce. Einbruch in die russische Hauptstellung bei Bielgow (westlich Czartorysk).
    3. November Rückzug der Serben östlich der Morava. Die Bulgaren vor der Fortlinie von Nisch. Französische Streitkräfte südlich der Strumica von den Bulgaren zurückgeschlagen.
    3. November Njoks (Kamerun, 50 km von Jaunde) von englischen, Tibati (Nordost-Kamerun) von französischen Truppen besetzt.
    3. November Weitere Kämpfe vor Dünaburg, an der Strypa und am Styr.
    3. Dezember Die Engländer verschanzen sich bei Kut el Amara.
    4. November Die montenegrinische Hauptstellung östlich Trebinje durchbrochen. Das Nordufer der westlichen Morava beiderseits Kraljevo erreicht. Cuprija, Tresnjevica und Parcin (im Moravatal) von der Armee Gallwitz besetzt. Stellungen vor Nisch von den Bulgaren genommen.
    4. November Die Russen von dem westlichen Strypa-Ufer vertrieben. Siemikowce genommen.
    5. November Kraljevo und Varvarin genommen. Bei Krivivir (zwischen Paracin und Zajecar) Gefechtsfühlung zwischen den deutschen und bulgarischen Hauptkräften gewonnen. Nisch nach dreitägigem Kampf von den Bulgaren erobert. Englische und französische Truppen bei Prilep, Krivolac und Strumica von den Bulgaren zurückgeworfen.
    5. November Rückzug der Russen an der Strypafront.
    5. November Der englische Hilfskreuzer "Tara" an der nordafrikanischen Küste von einem deutschen U-Boot versenkt.
    5. November Das englische U-Boot "E 20" in den Dardanellen vernichtet.
    6. November Dschang (Nordwest-Kamerun) von England besetzt. Die deutschen Stellungen auf dem Banjoberge (Nord-Kamerun) geräumt.
    6. November Vergebliche russische Angriffe an der Strypa und nordwestlich Dubno.
    6. November Zwei englisch-ägyptische Kanonenboote vor Sollum von einem deutschen U-Boot versenkt.
    6./7. November Krusevac von der Armee Gallwitz besetzt.
    7. November Die Serben aus den Höhenstellungen nördlich Iwanjica (beiderseits des Moravicatales) geworfen. Zwischen Kraljevo und Krusevac die westliche Morava überschritten. Prascovce (im Tale der südlichen Morava) besetzt. Die südliche Morava westlich Nisch von den Bulgaren erreicht.
    7. November Kämpfe um den Col di Lana. Italienische Artillerie eröffnet das Feuer auf die Südfront von Riva.
    7. November Der Kleine Kreuzer "Undine" südlich der schwedischen Küste durch ein feindliches U-Boot versenkt.
    8. November Die Serben aus der Linie Iwanjica–Kraljevo geworfen. Leskovac (im südlichen Moravatal) von den Bulgaren genommen.
    8. November Vergebliche russische Angriffe bei Riga, Jakobstadt und Dünaburg.
    8. November Der Personendampfer "Ancona" der Neapeler Schiffahrtsgesellschaft "Italia" bei Kap Carbunara auf dem Wege nach New York von einem österreichisch-ungarischen U-Boot versenkt.
    9. November Vordringen deutscher Streitkräfte beiderseits der Ibar (südwestlich Kraljevo) und gegen Alexandrovac (südwestlich Krusevac). Die Serben bei Nisch und Aleksinae auf das linke Ufer der südlichen Morava zurückgeworfen.
    9. November Der erste "Zeppelin" in Sofia.
    9. November Russischer Vorstoß westlich Jakobstadt zurückgeschlagen. Vergeblicher russischer Durchbruchsversuch bei Budka (westlich Czartorysk).
    9. November Ein französisches Torpedoboot nördlich Dünkirchen von einem deutschen U-Boot versenkt.
    10. November Starker montenegrinischer Angriff östlich Trebinje abgeschlagen. Verfolgung der Serben südlich der westlichen Morava. Die südliche Morava bei Leskovac von den Bulgaren überschritten.
    10. November Beginn heftiger italienischer Angriffe gegen Görz (vierte Isonzoschlacht, "Parlamentsschlacht", abgeschlossen am 16. Dezember).
    10. November Kämpfe westlich und südöstlich Riga. Die Russen von der Armee Linsingen westlich Rafalowka an den Styr zurückgeworfen.
    11. November Verfolgungskämpfe auf der ganzen Front. Die südliche Morava bei Aleksinac von den Bulgaren überschritten.
    12. November Die Paßhöhen des Jastrebac (südöstlich Krusevac) von der Armee Gallwitz genommen. Höhenstellungen im unteren Limgebiete sowie zwischen dem Ibar- und Moravicatale erstürmt. Der Übergang über die südliche Morava von den Bulgaren auf der ganzen Front erzwungen.
    13. November Allseitiges Vordringen der Verbündeten. Prokuplje von den Bulgaren besetzt. Die Franzosen am westlichen Karasu-Ufer (südlich Veles) von den Bulgaren geschlagen und auf das östliche Flußufer zurückgeworfen.
    13. November Schwere Beschießung von Görz.
    13. November Verona mit Bomben belegt.
    13. November Die russischen Stellungen bei Podgacie (nordwestlich Czartorysk) von deutschen Truppen durchbrochen.
    14. November Die Montenegriner über den Lim zurückgeworfen. Sokolovic besetzt. Gilani von den Bulgaren genommen.
    14. November Erneuter Fliegerangriff auf Verona.
    14. November Siegreicher Abschluß der vierwöchigen Kämpfe um Czartorysk. Die Russen über den Styr in ihre Anfangsstellungen zurückgeworfen.
    15. November Usce von Truppen der Armee Koeveß besetzt. Vordringen deutscher und bulgarischer Divisionen nach dem Knotenpunkt Kurschumlija. Der Babunapaß von den Bulgaren genommen. Vormarsch gegen Pristina.
    15. November Kämpfe um den Monte San Michele.
    15. November Brescia mit Bomben belegt.
    15. November Vergebliche feindliche Angriffe bei Sedil Bahr.
    16. November Die Montenegriner endgültig über den Lim zurückgeworfen. Prilep und Gostivar von den Bulgaren besetzt. Die Serben aus ihren Stellungen nördlich Javor geworfen.
    16. November Die Nordspitze von Kurland von russischen Zerstörern beschossen.
    17. November Die Linie Javor–nördlich Raschka–Kurschumlija–Radan–Oruglica erreicht.
    17. November Italienische Beschießung der Altstadt von Riva.
    17. November Fliegerangriffe auf Belluno und Venedig.
    17. November Das englische Hospitalschiff "Anglia" im Kanal durch Mine vernichtet.
    18. November Die Montenegriner bei Priboj erneut geschlagen. Einmarsch österreichisch-ungarischer Truppen in den Sandschak. Sjenica genommen.
    18. November Planmäßige Beschießung von Görz.
    18. November Heftige Kämpfe um Nanga-Eboko (südlich des Sanaga, Ost-Kamerun).
    19. November Nova-Varos und Raschka besetzt. Die Linie Sjenica–Dugapoljana–Raschka überschritten. Die Serben von dem letzten Stück altserbischen Bodens vertrieben.
    19. November Fliegerangriff auf Verona, Vicenza, Tricesimo, Udine und Arvignano.
    20. November Novibazar von deutschen Truppen (Armee Koeveß) nach erbittertem Straßenkampf besetzt. Der Übergang über die obere Drina erkämpft. Kämpfe um die Eingänge des Amselfeldes.
    21. November Die Stellungen am Isonzo und an der Tiroler Front trotz heftiger italienischer Angriffe unterschüttert.
    21. November Der Eingang ins Amselfeld durch das Labtal bei Podujevo von den Armeen Gallwitz und Bojadjeff erzwungen.
    22. November Die Montenegriner am Kozorasattel zurückgeworfen. Prijepolje besetzt. Erfolgreiche Kämpfe nördlich Mitrovica und nördlich Pristina.
    22./23. November Schwere Niederlage der Engländer (General Townshend) bei Ktesiphon (Irak).
    23. November Mitrovica von österreichisch-ungarischen, Pristina von deutschen und bulgarischen Truppen genommen.
    23. November Erbitterte Kämpfe am Monte San Michele.
    23. November Deutscher Vorstoß auf Bersemünde (südöstlich Riga).
    24. November Beginn heftiger Kämpfe westlich Jaunde (Kamerun).
    24. November Die montenegrinische Grenze südwestlich Sjenica überschritten. Vordringen von Mitrovica nach Bucitru.
    24. November Bersemünde fest in deutscher Hand.
    25. November Das Amselfeld völlig im Besitz der Verbündeten.
    25. November Fortdauer der planmäßigen Beschießung von Görz.
    25. November Französischer Fliegerangriff auf Strumica.
    25./26. November Die Engländer zum Rückzug auf Kut el Amara gezwungen.
    26. November Die Höhen auf dem linken Sitnicaufer westlich Pristina von deutschen Truppen besetzt. Rückzug der Serben gegen die montenegrinische Grenze. Vormarsch der Bulgaren gegen Prizren. Kitschevo besetzt. Rückzug der Serben gegen Monastir.
    26. November Italienische Angriffe auf der ganzen küstenländischen Front blutig zurückgewiesen.
    27. November Die Montenegriner an der Nordgrenze über den Metalkasattel zurückgeworfen. Rudnik (südwestlich Mitrovica) besetzt. Mit der Flucht der Reste des serbischen Heeres in die albanischen Berge sind die großen Operationen gegen Serbien abgeschlossen (über 100 000 Serben gefangen, 502 Geschütze erbeutet). Der Goles-Brdo (südwestlich Pristina) und die Höhen westlich Ferizovic von den Bulgaren besetzt.
    27. November Schwere Kämpfe bei Oslavia und um die Podgara-Stellung.
    28. November Die Montenegriner südlich Priboj zurückgeworfen. Kruschevo von den Bulgaren genommen.
    28. November Nach mehrtägigen Kämpfen bei Lesog (westlich Jaunde) und Makando (nördlich des Njongflusses) die Deutschen von feindlicher Übermacht zum Rückzug gegen Jaunde gezwungen.
    28. Dezember Erneute russische Angriffe an der bessarabischen Grenze.
    29. November Die Montenegriner gegen Plevlje zurückgeworfen. Serbische Gegenstöße bei Rudnik (südwestlich Mitrovica) abgewiesen. Vernichtende Niederlage der Serben bei Prizren und Kula-Ljuma. Prizren von den Bulgaren genommen.
    29. November Italienischer Angriff an der ganzen Isonzofront abgeschlagen.
    29. November Heftige Kämpfe um Eton-Eloga (südlich des Sanaga, Mittel-Kamerun).
    30. November Ngung (östlich des Pugeflusses, Mittel-Kamerun) von England besetzt.
    30. November Russische Niederlage bei Wan. Die Engländer südwestlich Azizieh weiter in Richtung auf Kut el Amara zurückgeworfen.


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