Erster Weltkrieg: Chronik November 1916

    Aus Lexikon Erster Weltkrieg

    1. November Beginn der 9. italienischen Isonzooffensive abwärts Görz. Lokvica von den Italienern besetzt.
    1. November Deutscher Sturmerfolg südlich Witoniec (linkes Stochodufer).
    1. November Das Handels-U-Boot "Deutschland" in New London.
    1. November Die Feste Vaux von den Deutschen geräumt.
    1./2. November Vorstoß leichter deutscher Seestreitkräfte in den Kanal.
    2. November Starke italienische Angriffe im Wippach-Tal und auf der Karsthochfläche.
    4. November Heftige Kämpfe im Raume von Jamiano.
    4. November In Siebenbürgen die Höhe Rosca und die Höhe Claburetu-Balului erstürmt.
    4. November "U 20" an der westjütischen Küste gestrandet; am 5. wird es nach Bergung der Besatzung gesprengt. – Constanza und Mangalia von See her von den Russen beschossen.
    5. November Südwestlich Predeal die Höhe La Omu erstürmt.
    5. November Neuer Großkampftag an der Somme auf der Front Le Sars–Bouchavesnes. Geringer Geländegewinn des Feines im St. Pierre-Vaast-Wald.
    6. November Die italienische Offensive zum Stillstand gekommen.
    6./7. November Erfolgreicher Angriff auf das große französische Munitionslager in Cerisy (Somme).
    8. November Explosionskatastrophe im Hafen von Archangelsk.
    8. November Südlich des Roten-Turm-Passes der Baiesti-Abschnitt von den Verbündeten überschritten und Sardoiu genommen.
    9. November Die Russen über den Skrobowabach zurückgeworfen.
    9. November Feindliche Flugzeuge über Ostende und Zeebrügge.
    10. November Im östlichen Teil der Ebene von Monastir und nördlich der Cerna feindlicher Angriff; südlich Polog der Feind in die vordersten Stellungen eingedrungen.
    10. November Feindliche Flugzeuge greifen Industrieanlagen im Saargebiet an; wiederholt an den folgenden Tagen.
    10. November Deutscher Sturmerfolg südwestlich Folw. Krasnolesie an der Narajowka.
    10. November Fortschritt der Verbündeten westlich Predeal in Richtung Sinaia.
    10./11. November Vorstoß deutscher Torpedoboote gegen Baltisch-Port.
    11./12. November Angriff auf Padua.
    12. November Fortschritte der Verbündeten im Gyergyo-Gebirge. Nordwestlich Campolung Candesti genommen.
    13. November Fortdauern der feindlichen Angriffe in der Ebene von Monastir und nördlich der Cerna.
    13. November Türkischer Angriff auf Kairo.
    13. November Die Deutschen beiderseits der Ancre aus Beaumont–Hamel und St. Pierre-Divion zurückgedrängt.
    14. November Die verbündeten Truppen im Cerna-Bogen zurückgenommen.
    14. November Angriff auf Bukarest.
    14. November Das Dorf Beaucourt nahe der Ancre von den Engländern genommen.
    15. November Feindliche Flieger über Brügge und Ostende.
    15. November Der englische Kreuzer "Newcastle" in der Nordsee durch Mine vernichtet.
    15. November Das Ostteil von Saillisel und der Nordrand des St. Pierre-Vaast-Waldes von den Deutschen erstürmt.
    16. November Der Gipfel des Runcul Mr. (östlich Kezdivasarhely) von bayerischen Truppen erstürmt.
    17. November Im Cernabogen ein Berggipfel unter Führung des Oberbefehlshabers General v. Below von deutschen Jägern zurückerobert.
    17. November Angriff auf Fournes und den Flugplatz Coxyde, feindlicher Angriff auf München.
    17. November Der französische Transportdampfer "Burdigala" (ehem. deutscher Dampfer "Kaiser Friedrich", 12 009 Tonnen) im Ägäischen Meer versenkt.
    18. November Die deutsch-bulgarischen Stellungen auf die Höhen von Monastir zurückgenommen. Monastir aufgegeben.
    18. November Der Austritt aus den Gebirgsengen in die walachische Ebene von den Verbündeten erkämpft. Die rumänische Front in der dreitägigen Schlacht von Targu-Jiu zwischen Jiu und Gilort durchbrochen. Die Bahn Orsova-Crajova erreicht. Südlich des Roten-Turm-Passes die Linie Calimanesti–Suizi überschritten.
    18. November Neuer großer englischer Durchbruchsversuch beiderseits der Ancre. Die deutsche Front südwestlich Serre und bei Grandecourt zurückgedrängt.
    20. November Angriff auf Bukarest.
    21. November Crajova, Hauptort der westlichen Walachei, von deutschen Truppen genommen.
    21. November Das Handels-U-Boot "Deutschland" fährt von New London ab. – Das englische Hospitalschiff "Britannic" im Ägäischen Meer durch Mine vernichtet.
    22. November Orsova und Turnu Severin genommen.
    23./24. November Vorstoß deutscher Seestreitkräfte gegen die Themsemündung und den Nordausgang der Downs.
    24. November Oesterreichischer Fliegerangriff auf Primolano.
    24. November Der untere Alt von den Verbündeten überschritten. Truppen der Heeresgruppe Mackensen überschreiten die Donau bei Svistov.
    25. November Ramnicu-Valcea (am oberen Alt) genommen. Fühlungnahme zwischen den am unteren Alt vorrückende Truppen der Armee Falkenhayn mit den über die Donau gegangenen Kräften.
    26. November Beiderseits des Alts die Rumänen hinter den Topologuabschnitt zurückgeworfen. Der Vedeaabschnitt erreicht und Alexandria genommen. Von Turnu Severin vorgehende Truppen drängen den Rest der rumänischen Orsova-Gruppe ab. Beginn des Vormarsches der Donauarmee.
    26. November Das französische Linienschiff "Suffren" (12 730 Tonnen) westlich Lissabon, ferner der englische bewaffnete Transportdampfer "City of Birmingham" versenkt.
    26./27. November Vorstoß deutscher Seestreitkräfte auf Lowestoft.
    27. November Starker feindlicher Angriff nordwestlich Monastir und im Cernabogen gescheitert.
    27. November Der Alt überschritten. Curtea des Arges und Giurgiu (an der Donau) genommen.
    27./28. November Angriff deutscher Marineluftschiffe auf Mittelengland; zwei Luftschiffe verloren.
    28. November Newala (Deutsch-Ostafrika) infolge deutscher Angriffe von den Portugiesen wieder geräumt.
    28. November Beginn einer russischen Entlastungsoffensive in den Waldkarpaten und an der siebenbürgischen Ostfront.
    29. November In Westrumänien Pitesti und Campulung genommen und dadurch der Weg über den Törzburger Paß geöffnet.
    30. November Die Donau-Armee erkämpft den Übergang über die Neajlovniederung und nähert sich dem Unterlauf des Arges. In der Dobrudscha vergebliche feindliche Gegenangriffe.


    Bildergalerie: Deutsche Generäle

    > Weitere Galerien

    Briefe gefallener Studenten

    November 1914.

    ... Seit acht Tagen im Schützengraben, einer Ruine, in der bei Regenwetter das Wasser rauscht und alles von Lehm und Dreck starrt und die auch Schutz gegen das furchtbare Granatfeuer gewähren soll. Kleine Menschenarbeit gegen gewaltige Kräfte ... (Fritz Meese)

    > Weitere Briefe