Erster Weltkrieg: Chronik November 1917

    Aus Lexikon Erster Weltkrieg

    1. November Das linke Tagliamentoufer vom Fellatal bis zum Adriatischen Meere vom Feind gesäubert.
    1. November Erfolgreicher Angriff auf London.
    2. November Der deutsche Hilfskreuzer "Marie" (Kommandant Kapitänleutnant d. R. Lauterbach) im Kattegatt von feindlicher Übermacht versenkt.
    2. November Planmäßige Verlegung der deutschen Linien von der Bergfront des Chemin des Dames; Courtecon, Cerny-en-Laonnais und Ailles von den Franzosen besetzt. Am Rhein-Marne-Kanal bei einem Erkundigungsvorstoß die ersten nordamerikanischen Soldaten gefangen eingebracht.
    3. November Der Tagliamento von den Verbündeten (Division des Generals Felix v. Schwarzenberg) überschritten.
    5. November Rückzug der Italiener auf der Gebirgsfront (Dolomiten und Cadoregebiet) vom Fellatal bis zum Colbricon (nördlich des Suganatales). Cortina d'Ampezzo und San Martino di Castrozza von den Österreichern wieder besetzt.
    6. November Der Tagliamento auf der ganzen Front überschritten.
    6. November Wiederaufnahme des englischen Vormarsches im Lukuledital (Deutsch-Ostafrika).
    6. November Tekrit (Mesopotamien) von den Engländern besetzt. Rückzug der Türken auf Samara.
    7. November In der venezianischen Ebene die Livenzalinie teilweise überschritten. Die am mittleren Tagliamento zwischen Tolmezzo und Gemona noch ausharrenden italienischen Kräfte strecken die Waffen.
    7. November Das amerikanische Patrouillenschiff "Alcedo" in der Kriegszone von einem U-Boot versenkt.
    7. November Gaza von den Engländern besetzt. Rückzug der Türken in Richtung Jaffa.
    8. November Die Livenza an der ganzen Front überschritten.
    9. November Vordringen österreichisch-ungarischer Truppen im Suganatal und im oberen Piavetal. Asiago, Agordo, Vigo und Pieve di Cadore besetzt.
    10. November Belluno genommen.
    11. November Die Italiener über Castell Tesino und über Grigno im Suganatal zurückgedrängt. Bei Longarone nordöstlich Belluno 10 000 Italiener abgeschnitten und gefangen. Der Brückenkopf auf dem Piaveufer erstürmt.
    11. November Erfolgreicher Angriff eines deutschen U-Bootes (Kommandant Oberleutnant zur See Wendlandt) auf die englischen Seestreitkräfte vor Gaza.
    12. November Der Monte Longara und das Panzerwerk Leone auf der Cima di Campo und die Panzerfeste Cima di Lan den Italienern entrissen. Lamon und Fonzaso besetzt.
    12. November Torpedobootsgefecht an der flandrischen Küste.
    13. November Italienische Höhenstellungen östlich Asiago und das Panzerwerk auf dem Monte Lisser erstürmt. Primolano und Feltre besetzt.
    14. November Mwiti (auf der Makonde-Hochebene) und (am 15.) Tschiwata (Deutsch-Ostafrika) von den Engländern besetzt.
    15. November Cismon im Brentatal besetzt.
    17. November Vorstoß starker englischer Seestreitkräfte gegen die deutsche Bucht auf der Linie Horns Riff–Terschelling durch Gegenstoß deutscher Vorpostenstreitkräfte (Konteradmiral v. Reuter) abgewiesen.
    18. November Der italienische Brückenkopf Feras an der unteren Bojusa erstürmt.
    18. November Die Italiener zwischen Brenta und Piave auf den Monte Tomba zurückgeworfen.
    19. November Der amerikanische Torpedojäger "Chauncey" infolge Zusammenstoß im Sperrgebiet gesunken.
    20. November Englischer Großangriff (Generalleutnant Byng) in Richtung auf Cambrai. Graincourt und Marcoing in Feindeshand.
    21. November Simba und Newala (im Süden von Deutsch-Ostafrika) von den Engländern besetzt.
    21. November "L 59" (Führer Kapitänleutnant Bockhold) steigt in Jambul bei Burgas (Bulgarien) mit 22 Personen auf, um der deutschen Schutztruppe in Ostafrika Unterstützung zu bringen, wird jedoch während der Fahrt über dem Niltal zurückbeordert und landet am 25. nach 55stündiger ununterbrochener Fahrt ohne Zwischenfall an seiner Ausgangsstelle.
    21. November Erweiterung des deutschen Sperrgebietes in der Nordsee und Festsetzung eines Sperrgebietes um die Azoren.
    22. November Fortdauer des englischen Durchbruchsversuches südwestlich Cambrai. Brennpunkte des Kampfes Moeuvres und Fontaine.
    23. November Erbitterte Kämpfe um Inchy, Moeuvres, Bourlon, Fontaine und La Folie. Fortdauer starker englischer Angriffe an den folgenden Tagen.
    26. November Russisches Waffenstillstandsgesuch.
    27. November Von allen Seiten eingekreist muß sich Hauptmann Tafel mit 12 Offizieren, 98 Europäern, 1202 Askaris und 220 Trägern bei Newala (Südostecke Deutsch-Ostafrika) ergeben. Ende November durchbricht Lettow-Vorbeck mit 300 Europäern und 1700 Askaris den feindlichen Ring und dringt in das portugiesische Gebiet (siehe 27. Dezember) ein.
    27. November Bourlon und Fontaine bei neuen englischen Angriffen verloren und wieder erstürmt.
    30. November Beginn der deutschen Gegenoffensive südwestlich Cambrai. Die Engländer auf die Dörfer Graincourt, Anneux und Cantaing zurückgeworfen. Die englischen Stellungen auf dem Westufer der Schelde durchstoßen und die Dörfer Gonnelieu und Villers-Guislain genommen. Feindliche Gegenangriffe an den folgenden Tagen.


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    November 1914.

    ... Seit acht Tagen im Schützengraben, einer Ruine, in der bei Regenwetter das Wasser rauscht und alles von Lehm und Dreck starrt und die auch Schutz gegen das furchtbare Granatfeuer gewähren soll. Kleine Menschenarbeit gegen gewaltige Kräfte ... (Fritz Meese)

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