Erster Weltkrieg: Chronik Oktober 1916

    Aus Lexikon Erster Weltkrieg

    1. Oktober Beiderseits der Großen Kokel von den Rumänen Gelände gewonnen. Westlich Petroseny der Berg Oboroca von österreichisch-ungarischen Truppen genommen. Südlich Bukarest fassen rumänische Truppen auf dem südlichen Donauufer Fuß.
    1. Oktober Großkampftag an der Somme in 20 km breiter Front zwischen Thiepval und Rancourt. Fortsetzung der Kämpfe an den folgenden Tagen mit geringem feindlichen Geländegewinn.
    2. Oktober Wiederaufnahme der feindlichen Angriffe an der Fleimstalfront.
    2. Oktober Angriff auf London und Industrieanlagen am Humber. (Ein Marineluftschiff verloren.) Englischer Angriff auf deutsche Luftschiffhallen bei Brüssel.
    2. Oktober Russischer Großangriff zwischen Swiniuchy und Zaturce (westlich Luzk).
    2. Oktober Bei Bekokten (nördlich Fogaras) die verbündeten Truppen zurückgenommen. In der Dobrudscha rumänische Angriffe auf der Linie Cobadinu–Tuzla gescheitert.
    2. Oktober Der französische Hilfskreuzer "Rigel" im Mittelmeer versenkt.
    3. Oktober Zwischen dem Prespasee und der Nidze Planina (nördlich des Kaimakcalan) die verbündeten Truppen zurückgenommen.
    3. Oktober Erneute russische Niederlage westlich Luzk.
    3. Oktober Die bei Rjahowo über die Donau gegangenen rumänischen Kräfte zurückgeworfen.
    4. Oktober Die rumänische 2. Armee im Alttal hinter die Sinca sowie im Hötzinger Gebirge auf die Grenzhöhen zurückgegangen. Fogaras von den Verbündeten besetzt.
    4. Oktober Der französische Hilfskreuzer "Gallia" im Mittelmeer versenkt.
    4. Oktober Ispahan (Persien) durch die auf Seite der Türken kämpfenden Bachtiarn von den Russen befreit.
    4. Oktober Schwere Kämpfe bei Le Sars. Zwischen Fregicourt und Rancourt einzelne Gräben verloren.
    5. Oktober Im Goergenyabschnitt die Rumänen südwestlich Libaufalva zurückgeworfen. Die hartnäckig verteidigte Stellung im Sincaabschnitt von den Verbündeten erstürmt.
    5. Oktober Der englische Truppentransportdampfer "Franconia" (Cunarddampfer, 18 150 Tonnen) im Mittelmeer versenkt.
    6. Oktober Beginn einer feindlichen Offensivbewegung westlich der Bahn Monastir.
    6. Oktober Die Rumänen durch den Geisterwald zurückgedrängt. Südlich Hötzing der Grenzberg Sigleu den Rumänen entrissen.
    7. Oktober Die Rumänen auf der ganzen Ostfront im Rückzug. Die Verbündeten erzwingen den Austritt aus dem Geisterwald in das Alttal und ins Burzenland. Kronstadt genommen.
    7. Oktober Neuer Großkampftag zwischen Ancre und Somme. Nur in Le Sars und in Teilen der deutschen Stellung nordöstlich Lesboeufs sowie zwischen Morval und dem Walde St. Pierre–Vaast der Gegner eingedrungen. Fortsetzung der feindlichen Massenangriffe an den folgenden Tagen.
    8. Oktober Törzburg den Rumänen entrissen. Die Donauinsel nordwestlich Svistov durch Handstreich der Verbündeten genommen.
    8. Oktober Das deutsche U-Boot "U 53" kommt nach 17tägiger Fahrt vor Newport News (Rhode-Island) an.
    9. Oktober Allgemeiner italienischer Angriff auf der Karstoberfläche zwischen San Grado di Merna und dem Doberdosee. (Beginn der 8. Isonzoschlacht.)
    9. Oktober Feindlicher Fliegerangriff auf Stuttgart.
    9. Oktober Das Dorf Herbutow westlich der Narajowka von den Deutschen erstürmt.
    9. Oktober Westlich des Vulkan-Passes der Grenzberg Negrulin von den Verbündeten genommen.
    9. Oktober Der italienische Kreuzer "Quarto" infolge Innenexplosion im Hafen von Neapel gesunken.
    10. Oktober Ausdehnung der italienischen Angriffe auf den Raum nördlich der Wippach bis St. Peter. Südlich Nova Vas gewinnt der Feind gegen Jamiano Raum.
    10. Oktober Angriff auf Valona.
    10. Oktober Südlich der Somme die deutsche Stellung bei Vermandovillers zurückgedrängt.
    11. Oktober Nova Vas von den Italienern besetzt.
    11. Oktober Feindliche Vorstöße beiderseits des Vulkanpasses abgeschlagen.
    11. Oktober Der bewaffnete englische Transportdampfer "Crosshill" (5002 Tonnen) und (am 12.) der bewaffnete englische Transportdampfer "Sebel" (4600 Tonnen) im Mittelmeer versenkt.
    12. Oktober Feindlicher Luftangriff auf Südwestdeutschland; österreichischer Angriff auf die Adriawerke in Monfalcone.
    12. Oktober Das Gyergyo- Mszek-Becken, die obere und untere Csik vom Feind frei.
    12. Oktober Neuer englisch-französischer Durchbruchsversuch zwischen Ancre und der Somme gescheitert.
    13. Oktober Die 8. italienische Isonzo-Offensive ergebnislos abgebrochen.
    14. Oktober In den Karpaten die Kuppe Smotrec (siehe 21. September) den Russen wieder entrissen.
    14. Oktober Ablaincourt und Genermont vom Feinde besetzt.
    15. Oktober Russische Angriffe im Abschnitt Zubilno–Zaturce westlich Luzk gescheitert und an der Narajowka. Südwestlich Dorna Watra drängen die Verbündeten den Gegner über das Neagratal zurück. Fortsetzung der russischen Angriffe an den folgenden Tagen.
    17. Oktober Sailly vom Feinde besetzt.
    18. Oktober Nördlich Siniawka feindliche Gräben westlich des Stochod genommen.
    18. Oktober Neuer englischer Großangriff zwischen Le Sars und Morval gescheitert.
    19. Oktober Deutscher Sturmerfolg südwestlich Swistelniki an der Narajowka. In den Waldkarpaten der Feind vom Gipfel des Monte Rusului geworfen.
    19. Oktober Der Kleine Kreuzer "München" in der Nordsee von einem englischen U-Boot durch Torpedo leicht beschädigt.
    20. Oktober Die Verbündeten dringen in die feindliche Hauptstellung südlich Rasova (an der Donau)–Tuzla und nehmen Tuzla, die Höhen nordöstlich Topraisar, nördlich Cocargea und nordwestlich Mulciova.
    20. Oktober Das russische Linienschiff "Imperatriza Maria" vor Sebastopol durch Innenexplosion vernichtet.
    21. Oktober Zwischen Swistelniki und Skomorochy Nowe die Russen zurückgeworfen.
    21. Oktober Topraisar und Cobadinu genommen.
    21. Oktober In Richtung Grandcourt–Pys gewinnt der Gegner Boden.
    22. Oktober Im Cernabogen der Feind in die Verteidigung gedrängt.
    22. Oktober Angriff auf Sheerness; am 23. auf Margate; feindlicher Angriff auf die Ostfriesischen Inseln.
    22. Oktober Das ganze Westufer der Narajowka von den Russen gesäubert.
    22. Oktober Der Predealpaß erstürmt. Constanza von deutschen und bulgarischen Truppen genommen.
    22. Oktober Die deutsche Front nördlich Chaulnes zurückgenommen.
    23. Oktober Angriff auf Bukarest.
    23. Oktober Predeal in erbitterten Kämpfen genommen, ebenso Medgidia und Rasova.
    23. Oktober Ein englischer Kleiner Kreuzer westlich Irland versenkt.
    23. Oktober Neuer Großkampftag nördlich der Somme.
    24. Oktober Der Vulkanpaß von den Verbündeten erstürmt.
    24. Oktober Nordöstlich Verdun Fort und Dorf Douaumont an die Franzosen verloren.
    25. Oktober Cernavoda genommen.
    26. Oktober Newala (Deutschostafrika) von den Portugiesen besetzt.
    26. Oktober In der Dobrudscha Harsova erreicht.
    26. Oktober Bidjar (nordöstlich Hamadan, Persien) von den Russen besetzt; einige Tage später von den Türken zurückerobert.
    26./27. Oktober Vorstoß deutscher Seestreitkräfte bis Folkestone–Boulogne. Mindestens 11 Vorpostendampfer und 2 bis 3 Zerstörer sowie der englische Postdampfer "Queen" versenkt.
    28. Oktober Hauptmann Boelcke an der Westfront tödlich verunglückt.
    28. Oktober In Siebenbürgen südlich des Tömöserpasses Azuga erreicht. Westlich Orsova die den Ort beherrschenden Höhen genommen.
    29. Oktober Erfolgloser russischer Massenangriff westlich Pustomyty und östlich Szelwow.
    29. Oktober Südöstlich des Roten Turmpasses rumänische Höhenstellungen erstürmt.
    29. Oktober Nördlich der Somme englischer Geländegewinn östlich Lesboeufs. Südlich der Somme das Gehöft La Maisonette und die nach Biaches hinziehenden französischen Stellungen erstürmt.
    30. Oktober Nach anfänglichem Erfolg im Ostteil des Cernabogens der Feind in seine Ausgangsstellung zurückgeworfen.
    30. Oktober Deutscher Sturmerfolg westlich Folw. Krasnolesie südlich der Narajowka.
    31. Oktober "U 53" aus dem Atlantischen Ozean in die Heimat zurückgekehrt.


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