Erster Weltkrieg: Chronik September 1917

    Aus Lexikon Erster Weltkrieg

    1. September Beginn der deutschen Offensive an der Düna. Die Düna beiderseits Uexküll von deutschen Divisionen überschritten.
    1. September 4 deutsche Minentrawler vor Bjerregardstrand (Jütland) unter Verletzung des dänischen Gebietes von englischen Seestreitkräften vernichtet.
    2. September Fluchtartiger Rückzug der Russen aus den Stellungen westlich der Düna.
    3. September Riga genommen (8. Armee unter General der Infanterie M. v. Hutier). Rückzug der russischen 12. Armee nach Nordosten, Richtung Wenden.
    4. September Aufständische von einer italienischen Kolonne (unter General Cassini) bei Agilah (Tripolitanien) zerstreut.
    4. September Dünamünde von den Russen geräumt. Die Russen über die livländische Aa zurückgeworfen.
    4./5. September Fliegerangriff auf London.
    5. September Die Dünastellungen bis Friedrichsstadt von den Russen geräumt (bisherige Beute: 120 Offiziere, über 7500 Mann, 180 Geschütze).
    5. September Der Monte San Gabriele wieder voll in österreichischer Hand.
    6. September Russische Nachhuten südwestlich Nitau und bei Neu-Kaipen (70 km östlich Riga) von deutscher Kavallerie geworfen.
    6./7. September Fliegerangriff auf die militärischen Anlagen von Venedig.
    7. September An der Düna die Stellung bis westlich Kokenhausen von den Russen geräumt.
    7. September Starker französischer Angriff zwischen Samogneux und der Straße Beaumont–Vacherauville verlustreich gescheitert. Fortdauer der Kämpfe beiderseits der Maas an den folgenden Tagen.
    9. September Nordwestlich des Maliksees die Vortruppen der Verbündeten vor überlegenem französischen Druck auf die Höhen südwestlich des Ochridasees zurückgenommen.
    9. September Angriff belgischer Abteilungen auf die deutschen Stellungen an der Linie Kalimoto–Madege (36 km nordöstlich Mahenge, Deutsch-Ostafrika). Die Deutschen ziehen sich auf die Hauptstellung zurück. – Sidi-Bilal (Tripolitanien) von den Italienern wieder besetzt. Die Eisenbahn Tripolis–Sidi-Bilal wiederhergestellt.
    9. September Das deutsche U-Boot "293" läuft in Cadix ein.
    10. September Abschluß der am 19. August entbrannten Isonzoschlacht. (Italienischer Gewinn das Dorf Selo auf der Karsthochfläche und geringer Raumgewinn auf der Hochfläche Bainsizza–Heiligengeist.)
    11. September Zurückgehen der Verbündeten bei Pogradec am Ochridasee.
    17. September Das französische Flugzeug "D 40" in den Hoofden von einem deutschen U-Boot vernichtet.
    19. September Mihamlia (südwestlich Kilwa, Deutsch-Ostafrika) von den Deutschen geräumt.
    20. September Beginn der dritten Schlacht in Flandern. Nach stärkstem Trommelfeuer einsetzende englische Massenangriffe gegen den Abschnitt Langemarck und Hollebeke (4. Armee unter General der Infanterie Sixt v. Arnim) erzielen nur geringen Geländegewinn nördlich der Straße Menin-Ypern. Am 25. teilweise zurückerobert. Weitere englische Angriffe an folgenden Tagen.
    21. September Ndessa (südwestlich Mihamlia, Deutsch-Ostafrika) von den Deutschen geräumt. Rückzug auf den Mbemkurufluß. – Niederlage der Italiener bei Ben-Gaschiri (Tripolitanien).
    21. September Die russischen Stellungen nordwestlich Jakobstadt auf dem Westufer der Düna von deutschen Divisionen (Glt. Egon v. Schmettow) durchbrochen. Jakobstadt besetzt.
    22. September Die Düna von Liewenhof bis Stockmannshof von den deutschen Truppen erreicht.
    22. September Der österreichisch-ungarische Monitor "Inn" auf der Donau durch Mine zerstört. (Tod des Flottillenstabschefs Korvettenkapitän M. v. Forster.)
    23. September Englischer Zerstörer in der Einfahrt zum Kanal von einem deutschen U-Boot versenkt.
    24. September Fliegerangriff auf London. Ebenso am 25., 28. und 29. September und 1. Oktober.
    25. September Rückzug der Deutschen aus den Stellungen bei Mtua (35 km südwestlich Lindi) bis 8 km nordöstlich Nyangao (Deutsch-Ostafrika).
    26. September Untergang des russischen Zerstörers "Ochotnic" in der Nähe der Südküste von Ösel.
    26. September Wiederaufnahme der planmäßigen englischen Angriffe zwischen Langemarck und Hollebeke. Stellenweise Einbruch in die deutsche Kampfzone.
    28. September Nahunga auf dem Nordufer des Mbemkuruflusses (südwestlich Kilwa, Deutsch-Ostafrika) von den Engländern besetzt.
    28. September Gefecht zwischen deutschen Torpedobooten und feindlichen Zerstörern vor der flandrischen Küste.
    28. September Die Engländer bei Paschendaele aus der gewonnenen Trichterlinie geworfen.
    28. September Dünkirchen erfolgreich mit Bomben angegriffen. Mehrtägige Brände richten in der Stadt schwersten Schaden an.
    28./29. September Ramadie (Mesopotamien) von den Engländern genommen. (Englischer Bericht.)
    30. September Fliegerangriff auf Stuttgart.


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