Feldpost: Fritz Philipps

    Aus Lexikon Erster Weltkrieg


    Fritz Philipps, Student der Landwirtschaft, Jena,

    geb. 21. November 1889,
    gef. 2. Mai 1915 bei Ciezkowice in Galizien.

    1. Oktober 1914.

    Abschiedsbrief; nur zu öffnen, wenn ich fallen sollte.

    Ich ziehe gern und aus innerstem Herzen freiwillig in den Krieg, von dem ich für Deutschland einen günstigen, siegreichen Ausgang nicht bezweifle. Ich wünsche, daß nicht eher die Waffen niedergelegt werden, als bis wir einen völligen Weltsieg errungen haben. Daß ich den Krieg als Krieg hasse, brauche ich kaum zu sagen, aber gerade deshalb will ich kämpfen und teilnehmen an der großen Sache und gern sterben, wenn ich mit dazu beitragen kann, den Weltkrieg in Weltfrieden zu verwandeln ... Meine Leiche, auch wenn möglich, bitte nicht überführen, laßt mich dort begraben sein, wo ich gekämpft habe und gefallen bin. Legt keine Trauerkleider an, legt niemand Zwang auf, sondern freut Euch, daß auch Ihr auf dem Altar des Vaterlandes habt opfern dürfen.


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    Briefe gefallener Studenten

    November 1914.

    ... Seit acht Tagen im Schützengraben, einer Ruine, in der bei Regenwetter das Wasser rauscht und alles von Lehm und Dreck starrt und die auch Schutz gegen das furchtbare Granatfeuer gewähren soll. Kleine Menschenarbeit gegen gewaltige Kräfte ... (Fritz Meese)

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