Feldpost: Paul Rohweder

    Aus Lexikon Erster Weltkrieg


    Paul Rohweder, stud. theol., Kiel,

    geb. 18. Dezember 1890 in Zarpen (Holstein),
    gef. 23. April 1915 bei Het Sas.

    Den 29. Oktober 1914.

    Unter einer goldenen Pappel liegt ein toter Kamerad. Auf den Bauernhöfen liegt totes Vieh. Die Fenster zerschossen. Kein Vogel zeigt sich; die ganze Natur hält ängstlich den Atem an. Die Luft ist geschwängert mit Puderdampf. Die Sonne geht blutigrot unter. Doch kann ich nicht sagen, daß mir schlecht zuwege wäre. Ein Mensch fühlt sich erst dann ganz selbständig und frei, wenn er sich dazu gebracht hat, sein Leben jederzeit missen zu können. [...]


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    Briefe gefallener Studenten

    November 1914.

    ... Seit acht Tagen im Schützengraben, einer Ruine, in der bei Regenwetter das Wasser rauscht und alles von Lehm und Dreck starrt und die auch Schutz gegen das furchtbare Granatfeuer gewähren soll. Kleine Menschenarbeit gegen gewaltige Kräfte ... (Fritz Meese)

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