Flammenwerfer

    Aus Lexikon Erster Weltkrieg

    Mit Beginn des Jahres 1915 kamen an den im Stellungskrieg erstarrten Fronten des Ersten Weltkriegs, zunächst auf deutscher Seite, wenig später auch bei den anderen Krieg führenden Armeen, die ersten Flammenwerfer zum Einsatz. Ihr später im Wesentlichen beibehaltenes Funktionsprinzip bestand darin, verdickte flüssige Brandstoffe - meist Flammöl - mittels Pressluft oder Pulvergasen aus einem Behälter durch ein Rohr auf den Gegner zu schleudern. Die Entzündung des Brandgemisches erfolgte beim Verlassen des Rohrs durch eine Zündpatrone oder eine elektrische Zündvorrichtung.

    Neben leichten Flammenwerfern in Form von Tornistergeräten mit etwa zehn l Inhalt und etwa 20-30 m Reichweite entstanden schwere, fahrbare und stationäre Einsatzmittel mit größerem Flammölvorrat und Reichweiten von 50 m und darüber. Die Flammenwerfer waren im taktischen Rahmen offensiv wie defensiv verwendbar. Die Bedienung bestand aus ein bis zwei Mann. Beim Einsatz wurden sie durch Schützen- und MG-Feuer gedeckt. Die Bekämpfung des Ziels erfolgte in der Regel in kurzen Flammenstößen. Der Flammenwerfer fand vorwiegend zur Bekämpfung von Feuernestern, leichten Befestigungsanlangen und Bunkerbesatzungen sowie beim Kampf in Ortschaften Verwendung.


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