Fliegerbombe

    Aus Lexikon Erster Weltkrieg

    In Deutschland wurden 1912/13 von der Artillerie-Prüfungskommission kugelförmige fünf-und zehn-kg-Sprengbomben aus Stahlguss mit Aufschlagzünder entwickelt und übungsmäßig erprobt. Wegen ihrer geringen Wirkung wurden sie ab Anfang 1914 durch so genannte Carbonitbomben der Sprengstoff AG "Carbonit"-Schlebusch ersetzt. Diese Bomben hatten eine Masse von vier, fünf, zehn, 20 und 50 kg und bestanden aus einem birnenförmigen Stahlgusskörper mit einem am oberen Ende angebrachten ringförmigen Stabilisator. Pendeln und Abdrift beeinträchtigten jedoch die Treffgenauigkeit beträchtlich. Ab 1916 wurde daher eine von der Prüfanstalt und Werft der Fliegertruppe mit der Firma Goerz konstruierte Fliegerbombe (so genannte P. u. W.-Bombe) an der Front eingesetzt.

    Die Bomben dieses Typs waren torpedoähnlich geformt und am oberen Ende mit Stabilisierungsflächen versehen. Sie wurden als 12,5-, 50-, 100-, 300- und 1000-kg-Bomben hergestellt. Die auch von Schlachtfliegern zur Bekämpfung von Flächenzielen verwendete 12,5-kg-Bombe erreichte bei dickwandigem Gehäuse starke Splitterwirkung. Die von den Bombenfliegern verwendeten schweren Fliegerbomben waren als Minenbomben konstruiert. Sie enthielten bei geringer Wandstärke einen hohen Sprengstoffanteil. Seit 1914 wurden auch Brandbomben von fünf und zehn kg hergestellt, die mit Brandmassen aus Benzol, Petroleum, flüssigem Teer oder Thermit gefüllt waren.'


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    November 1914.

    ... Seit acht Tagen im Schützengraben, einer Ruine, in der bei Regenwetter das Wasser rauscht und alles von Lehm und Dreck starrt und die auch Schutz gegen das furchtbare Granatfeuer gewähren soll. Kleine Menschenarbeit gegen gewaltige Kräfte ... (Fritz Meese)

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