Friede von Brest-Litowsk

    Aus Lexikon Erster Weltkrieg

    In Brest-Litowsk wurde am 3.3.18 zwischen den Mittelmächten und dem jungen, revolutionsgeschwächten Sowjetstaat ein Diktatfriede geschlossen, der Russland um 1,4 Millionen km2 und ca. 60 Millionen Einwohner brachte (Finnland, Livland, Estland, Kurland, Polen, Litauen, Ukraine, Georgien, Armenien). Der Reichstag billigte den Vertrag (bei Enthaltung der SPD) am 22.3.18 und schädigte damit nachhaltig die deutsche ostpolitische Glaubwürdigkeit. Der Frieden von Brest-Litowsk, bei dem erstmals das Selbstbestimmungsrecht der Völker propagiert worden war, wurde am 11.11.18 im Waffenstillstand von Compiègne und am 13.11.18 von der sowjetischen Regierung für ungültig erklärt.


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