Friedrich, Erzherzog von Österreich

    Aus Lexikon Erster Weltkrieg

    Herzog von Teschen; * 4. Juni 1856 in Groß-Seelowitz (Tschechische Republik) , † 30. Dezember 1936 in Mosonmagyaróvár (Ungarn)

    Erzherzog Friedrich
    Erzherzog Friedrich schreitet die österreich-ungarischen Truppen an der Front ab.

    Nachfolger seines Onkels Erzherzog Albrecht; außergewöhnlicher materieller Wohlstand, finanzierte u.a. den Ausbau der Albertina; Offizier, 1905 Generaltruppeninspektor, 1907 Oberkommandant der k. u. k.-Landwehr und Unterstützer deren massiven Ausbaus. Er galt zum Zeitpunkt des Attentats in Sarajevo als Stellvertreter Erzherzog Franz Ferdinands, sollte dieser an der Ausübung seines Amts als Oberbefehlshaber der österreichisch-ungarischen Truppen im Kriegsfall gehindert sein. Nach der Ermordung des Erzherzogs wurde Friedrich daher zum Feldmarschall ernannt und ihm wurde der Oberbefehl über die k. u. k.-Truppen übertragen. Friedrich delegierte die wichtigen Entscheidungen jedoch an seine Fachleute im Kriegsministerium und im Generalstab der Armee sowie an die Militärkanzlei des Kaisers. Der durch den Krieg reich gewordene Erzherzog verlor seine Macht, als der neu gekrönte Kaiser Karl (ab 21.11.1916) den Oberbefehl über sämtliche österreichisch-ungarischen Truppen übernahm.


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