Friedrich Bernhard Graf von der Schulenburg

    Aus Lexikon Erster Weltkrieg

    deutscher Offizier; * 21. November 1865 Bobitz, Mecklenburg , † 19. Mai 1939 St. Blasien


    Jurastudium; 1888 Eintritt ins Heer, Regimentskommandeur; 1899 Berufung zum Großen Generalstab; 1902-06 Militärattaché in London; 1913 Kommando über das Regiment der Leibgarde. In dieser Position verblieb er bis April 1916, als man ihn als 1. Generalstabsoffizier der 5. Armee bei Verdun einsetzte. Mit seinen Forderungen nach einer Beendigung der fruchtlosen Angriffe stieß er jedoch beim OHL auf kein Interesse. Im September 1916 wurde Schulenburg für wenige Monate als Chef des Generalstabs der 6. Armee verwendet, bevor er im November zum Generalstabschef der Heeresgruppe Deutscher Kronprinz ernannt wurde.

    1919 Abschied aus der Armee; 1925-28 Abgeordneter der DNVP im Weimarer Reichstag; ab 1931 Mitglied der DNVP; 1933 Beitritt zur SA im Stab Röhms; 1934 Reichstagsmandat für die NSDAP; ab 1936 SS-Mitgliedschaft.


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