Gasmaske

    Aus Lexikon Erster Weltkrieg

    Im Ersten Weltkrieg kam es erstmals zum gezielten Einsatz chemischer Waffen, um den Munitionsmangel auszugleichen (Gaskrieg). Am 22.4.1915 wurden auf Initiative des Chemikers Fritz Haber erstmalig 180 Tonnen Chlor über französischen Schützengräben verteilt; der Lungen und Bronchien verätzenden Wirkung des Gases fielen 5000 alliierte Soldaten zum Opfer, ca. 10 000 wurden schwer verletzt. Im Lauf des Kriegs wurde das Arsenal an chemischen Kampfstoffen um Phosgen (von den Soldaten auch Grünkreuz genannt) und Senfgas erweitert.

    Schon wenige Tage nach dem Angriff wurden mit Chemikalien getränkte Handtücher an die Soldaten verteilt, die sie sich im Fall eines Gasangriffs vor Mund und Nase halten sollten. Erst im August 1916 erschien eine kleine Atemschutzmaske auf den Schlachtfeldern, die jedoch keineswegs ausgereift war. Ähnliche Geräte wurden auch an Zivilisten in Frontnähe vergeben sowie z. T. bereits für Tiere (Suchhunde) hergestellt. Im Ersten Weltkrieg kamen insgesamt rund 100 000 Menschen durch den Einsatz von Giftgasen um.


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