Gebirgstruppen

    Aus Lexikon Erster Weltkrieg

    Bereits Ende 1914 ergab sich für die deutsche militärische Führung die Notwendigkeit, in den Vogesen Schneeschuheinheiten einzusetzen. Sie wurden aus Freiwilligen zusammengestellt, und zwar bildeten Bayern und Preußen je zwei Bataillone und Württemberg eine Kompanie. Im Mai 1915, unmittelbar nach dem Kriegseintritt Italiens, erfolgte die Aufstellung des deutschen so genannten Alpenkorps aus Jäger- und Schneeschuheinheiten, ein für den Hochgebirgskrieg bestimmter Verband mit dem Charakter einer verstärkten Jägerdivision.


    Das Alpenkorps, zunächst an die Tiroler Südgrenze verlegt, kam als Elitetruppe auch in Serbien, Rumänien und Frankreich zum Einsatz. Bis Kriegsende wurden zahlreiche weitere Einheiten der Gebirgstruppen aufgestellt, so Jäger- und MG-Kompanien sowie Gebirgsminenwerfer-, Gebirgsartillerie- und Gebirgsnachrichtenabteilungen. Der Versailler Vertrag von 1919 verbot Deutschland, Gebirgstruppen zu unterhalten.


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    Briefe gefallener Studenten

    November 1914.

    ... Seit acht Tagen im Schützengraben, einer Ruine, in der bei Regenwetter das Wasser rauscht und alles von Lehm und Dreck starrt und die auch Schutz gegen das furchtbare Granatfeuer gewähren soll. Kleine Menschenarbeit gegen gewaltige Kräfte ... (Fritz Meese)

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