Geleitzug

    Aus Lexikon Erster Weltkrieg

    auch: Konvoi;

    Im Ersten Weltkrieg erwies sich das Geleitzugsystem als wirksamstes Mittel gegen die besonders mit der Eröffnung des uneingeschränkten U-Boot-Kriegs im Februar 1917 durch Deutschland stark anwachsende Schiffsraumverluste der Entente. Im Mai 1917 wurde in der britischen Admiralität eine Konvoiabteilung gebildet, der die Zusammenstellung von Geleitzügen, die Organisation ihres Schutzes und die Festlegung der Routen oblagen. Die Zusammenstellung der Geleitzüge erfolgte nach langsamer (acht bis zehn kn) und schneller (bis 16 kn) fahrenden Einheiten.

    Noch schnellere Schiffe fuhren in der Regel einzeln, da sie durch die auch bei Überwasserfahrt kaum über 16 kn laufenden U-Boote wenig gefährdet erschienen. Während des Ersten Weltkriegs blieben die Geleitzüge relativ klein. Den Geleitkern bildeten etwa 20-30 Transportschiffe, die in vier, fünf oder sechs Kolonnen fuhren. Sie wurden an der Spitze und an den Seiten von den Sicherungskräften (Zerstörer, Torpedoboote, Hilfskriegsschiffe) abgeschirmt.


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