Georgi J. Fürst Lwow

    Aus Lexikon Erster Weltkrieg

    russischer Revolutionär und Politiker; * 21. Oktober 1861 Dresden , † 8. März 1925 Paris

    Georgi J. Fürst Lwow

    aus einer der ältesten russischen Adelslinien; Jurastudium; Tätigkeit im Innenministerium, 1902-05 Vorsitz der ständischen Selbstverwaltung in Tula; 1904/05 Teilnahme als Organisator der Sanitäterdienste am Russisch-Japanischen Krieg; 1906-17 Duma-Abgeordneter der Konstitutionellen Demokraten. Nach Kriegsausbruch war Lwow, der früher im selben Jahr zum Vorsitzenden des Gesamtverbands der Ständischen Selbstverwaltungen ernannt worden war, für die Versorgungs- und Pflegedienste für Armee und Zivilbevölkerung zuständig. 1917 wurde er Mitglied des gegen den Zaren gerichteten Provisorischen Exekutivkomitees der Duma. Die wenig später errichtete Provisorische Regierung wählte Lwow zum Ministerpräsident; in dieser Position führte er eine bürgerlich-sozialistische Koalitionsregierung. Nach der blutigen Niederschlagung eines bolschewistischen Aufstands trat der Politiker von seinem Amt zurück. 1918 konnte er nach einer kurzzeitigen Verhaftung durch die Bolschewiken nach Frankreich flüchten, wo er zwei Jahre lang den Vorsitz einer Vereinigung russischer Emigranten in Paris führte.


    Bildergalerie: Ostfront

    > Weitere Galerien

    Briefe gefallener Studenten

    November 1914.

    ... Seit acht Tagen im Schützengraben, einer Ruine, in der bei Regenwetter das Wasser rauscht und alles von Lehm und Dreck starrt und die auch Schutz gegen das furchtbare Granatfeuer gewähren soll. Kleine Menschenarbeit gegen gewaltige Kräfte ... (Fritz Meese)

    > Weitere Briefe