Gorch Fock

    Aus Lexikon Erster Weltkrieg

    deutscher Schriftsteller; * 22. August 1880 in Hamburg , † 31. Mai 1916 am Skagerrak


    eigentlich: Johann Kinau;

    Nach Kaufmannslehre in Geestemünde war Fock als Schreiber und Kontorist in Meiningen, Bremen und Halle/Saale tätig und kam 1904 als Buchhalter nach Hamburg, wo er bald einen festen Posten in der Hamburg-Amerika-Linie erhielt. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Infanterist in Russland, Serbien und Frankreich, wurde im April 1916 auf eigenen Wunsch zur Marine versetzt und starb auf dem Kleinen Kreuzer "Wiesbaden" 1916 in der Skagerrak-Schlacht den Seemannstod. Nach vielen hoch- und plattdeutschen Kurzgeschichten und Gedichten, die er in den Büchern "Schullengrieper und Tungenknieper" (1910) und "Fahrensleute" (1914) zusammenfasste, schrieb Fock die beiden plattdeutschen Einakter "Cilli Cohrs" (1914) und "Doggerbank" (erschienen 1918). 1912 entstand sein größtes und bekanntestes Werk, der hochdeutsche Roman (mit plattdeutschen Dialogen) "Seefahrt ist not!"


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