Gustav Bauer

    Aus Lexikon Erster Weltkrieg

    deutscher Politiker; * 6. Januar 1870 in Darkehmen , † 16. September 1944 in Berlin

    Gustav Bauer

    Bauer trat im Juni 1919 die Nachfolge des zurückgetretenen Philipp Scheidemann als Ministerpräsident bzw. Reichskanzler der Weimarer Republik an. Unter seiner Regierung wurde der Vertrag von Versailles unterzeichnet und im August 1919 die Weimarer Verfassung verabschiedet. Die darin verfügte Reduzierung des Heers verursachte erhebliche Unruhe bei der Truppe. Der rechtsradikale ostpreußische Generallandschaftsdirektor Wolfgang Kapp nutzte die Stimmung: Sein Marsch auf Berlin mit der "Brigade Ehrhardt" ging als Kapp-Putsch in die Geschichte ein. Die Regierung Bauer floh. Erst Streiks und die loyale Haltung einiger Truppenteile retteten die Situation. Dem Kanzler Gustav Bauer und seinem Reichswehrminister Gustav Noske wurde ungenügende Vorsorge vorgeworfen, daraufhin zog sich Bauer im Frühjahr 1920 aus der Regierungsverantwortung zurück.


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