Gustav Krupp von Bohlen und Halbach

    Aus Lexikon Erster Weltkrieg

    deutscher Industrieller; * 7. August 1870 in Den Haag (Niederlande) , † 16. Januar 1950 in Blühnbach bei Salzburg

    Gustav Krupp von Bohlen und Halbach

    Heirat mit der Alleinerbin der Friedrich Krupp AG, Bertha Krupp von Bohlen und Halbach, 1906 Eintritt in die Leitung des Familienunternehmens, 1909 Vorstand; 1921-33 Mitglied des preußischen Staatsrats und ab 1931 Vorsitzender des Reichsverbands der Deutschen Industrie. Krupp von Bohlen und Halbach saß im Kuratorium der 1933 gegründeten Adolf-Hitler-Spende der deutschen Wirtschaft und stellte sein Unternehmen als "Rüstungsschmiede" in den Dienst der nationalsozialistischen Aufrüstung. Von Seiten Hitlers erfuhr Krupp von Bohlen und Halbach höchste Ehrungen: Sein Unternehmen wurde als "Nationalsozialistischer Musterbetrieb" ausgezeichnet, er selbst 1937 zum Wehrwirtschaftsführer ernannt und 1940 mit dem Goldenen Parteiabzeichen geehrt. Ende 43 übergab Krupp von Bohlen und Halbach die Firmenleitung an seinen Sohn Alfried Krupp von Bohlen und Halbach. Vom Internationalen Militärgerichtshof in Nürnberg wurde gegen Krupp von Bohlen und Halbach als Hauptkriegsverbrecher (Vorbereitung eines Angriffskrieges) Anklage erhoben, diese aber wegen Verhandlungsunfähigkeit ausgesetzt. Auch im Krupp-Prozess 1947/48, bei dem es um Plünderung von Wirtschaftsgütern in den besetzten Gebieten und Ausnutzung von Sklavenarbeit ging, galt Krupp von Bohlen und Halbach als unfähig, der Verhandlung zu folgen. Statt seiner wurde daher sein Sohn Alfried angeklagt.


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