Aus Lexikon Erster Weltkrieg


Lexikon Erster Weltkrieg

Der Anfang des 20. Jahrhunderts war durch gewaltige Spannungen zwischen den rivalisierenden europäischen Großmächten geprägt. Das Attentat auf den österreichischen Thronfolger durch serbische Nationalisten löste den Ersten Weltkrieg (1914-1918) zwar unmittelbar aus, die hintergründigen Ursachen aber waren zahlreich und äußerst komplex. Nur so konnte sich aus einem lokalen Konflikt ein globaler Krieg entwickeln, in den schließlich über 30 Staaten weltweit verwickelt waren.

Die Mittelmächte Deutschland und Österreich-Ungarn mussten an zwei Fronten gegen die Entente-Staaten Frankreich, Großbritannien und Russland kämpfen. Nach anfänglichen Erfolgen 1914 kam der deutsche Vormarsch relativ schnell zum Erliegen und die West- und Ostfronten erstarrten. Der Krieg wurde in den folgenden Jahren überwiegend in Stellungskämpfen und verlustreichen Materialschlachten geführt. Zum ersten Mal kamen Panzer und U-Boote zum Einsatz und Gas wurde als tödliche Waffe entdeckt.

Der Erste Weltkrieg forderte eine unfassbare Zahl an Menschenleben: Rund 17 Millionen Soldaten und Zivilisten mussten in seinem Verlauf sterben. Der Versailler Vertrag beendete den Krieg zwar, er enthielt jedoch für Deutschland sehr harte Friedensbedingungen. Die Revision des Friedensvertrags wurde in der Weimarer Repubik zum Hauptargument der republikfeindlichen Kräfte, vor allem der Nationalsozialisten. Damit war das Ende des Ersten Weltkriegs indirekt einer der Auslöser des Zweiten Weltkriegs ...


Auf den Lexikon-Seiten können Sie sich über alles Wichtige rund um den Ersten Weltkrieg informieren: von A wie "Abel Ferry" bis Z wie "Überfall auf Zeebrugge".

Die Geschichte des Ersten Weltkriegs erläutert die Ursachen und Hintergründe, den Kriegsverlauf von 1914-1918 an allen Fronten und schließlich das Ende des Krieges. Die einzelnen Kriegsjahre werden von ausführlichen, monatlichen Chroniken ergänzt.

Einen authentischen Eindruck vom Kriegsgeschehen kann unter anderem die Feldpost vermitteln, die Briefe von Soldaten. Hier finden Sie eine kleine Auswahl aus dem Sammelband "Kriegsbriefe gefallener Studenten".


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[Bearbeiten] Briefe gefallener Studenten

November 1914.

... Seit acht Tagen im Schützengraben, einer Ruine, in der bei Regenwetter das Wasser rauscht und alles von Lehm und Dreck starrt und die auch Schutz gegen das furchtbare Granatfeuer gewähren soll. Kleine Menschenarbeit gegen gewaltige Kräfte ... (Fritz Meese)

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