Heinz Guderian

    Aus Lexikon Erster Weltkrieg

    deutscher General; * 17. Juni 1888 in Kulm , † 14. Mai 1954 in Schwangau bei Füssen

    Generaloberst Heinz Guderian in seinem Befehlsfahrzeug während des Frankreichfeldzuges

    1907 Abschluss der Kadettenanstalten Karlsruhe und Berlin, Eintritt in die Armee; 1908 Versetzung in das Jäger-Bataillon Goslar. Nach Kriegsbeginn wurde Guderian als Nachrichtenoffizier an die Westfront beordert. 1917 wechselte er in den Generalstab. Guderian widmete sich nach 1918 dem Aufbau einer modernen Panzerarmee; der "schnelle Heinz" entwickelte die Konzeption eines Panzerkriegs. 1919 Einsatz im Baltikum und beim Grenzschutz Ost (Schlesien); 1920 Übernahme in die Reichswehr der Weimarer Republik; 1922-24 Inspekteur der Verkehrstruppen in München; 1924-31 Dienst im Truppenamt, Initiativen zur Bewaffnung der Reichswehr mit Panzern, die laut Versailler Vertrag für Deutschland verboten waren, daher Ausbildung mehrerer Offiziere einschließlich Guderian in der Sowjetunion; ab 1933 Umsetzung der Aufrüstungspläne unter Hitler, Ernennung zum Stabschef des Kommandos der Kraftfahrtruppen; zahlreiche hohe Posten und Kommandos über Panzeroffensiven im Dritten Reich; Beförderung bis zum Generaloberst; 1941 Absetzung durch Hitler aufgrund - durch die Umstände erzwungenen - eigenmächtigen Vorgehens an der Ostfront entgegen Hitlers Anweisungen; 1943 Reaktivierung als Generalinspekteur der Panzertruppen; 1944 Ernennung zum Chef des Generalstabs, aber kurze Zeit später Abschied aus dem Militärdienst wegen Differenzen mit Hitler; 1945-48 amerikanische Kriegsgefangenschaft.


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