Helmuth von Moltke

    Aus Lexikon Erster Weltkrieg

    preußischer General; * 25. Mai 1848 in Gersdorf, Mecklenburg , † 18. Juni 1916 in Berlin

    Helmuth von Moltke, preußischer Generaloberst

    Moltke, Neffe des gleichnamigen Generalfeldmarschalls, bereits Teilnehmer am Deutsch-Französischen Krieg 1870/71, wurde 1891 Flügeladjutant Kaiser Wilhelms II. und nach verschiedenen Truppenstellen 1902 Divisionskommandeur, 1904 Generalquartiermeister im Großen Generalstab und 1906 auf Wunsch des Kaisers Chef des Generalstabs (als Nachfolger Schlieffens). 1912/13 setzte er sich für die Heeresvermehrung ein. Zu Beginn des Ersten Weltkriegs hielt er grundsätzlich am Schlieffen-Plan fest, hatte aber den linken Flügel verstärkt und den rechten über Gebühr geschwächt. Zusätzliche Führungsfehler führten zur Niederlage in der Marneschlacht, woraufhin Moltke - schon des Längeren krank und wegen der fehlenden Hoffnung auf einen Sieg entmutigt - am 14.9.1914 zugunsten Falkenhayns zurücktrat. Nach seiner Genesung erwarb er sich als Chef des stellvertretenden Generalstabs in Berlin erhebliche Verdienste um den Aufbau der für die Kriegführung mitentscheidenden Ernährungswirtschaft.


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