Hermann Freiherr von Stein

    Aus Lexikon Erster Weltkrieg

    preußischer General und Politiker; * 13. September 1854 Wedderstedt , † 26. Mai 1927 Lehnin


    seit 1913 Freiherr;

    Hermann Freiherr von Stein

    Hermann von Stein trat 1873 in die Armee ein. Nach einer langjährigen Karriere im Militär wurde er 1912 zum Generalleutnant befördert, 1913 geadelt. Zu Kriegsbeginn 1914 war er als Generalquartiermeister bei Generalstabschef H. Moltke eingesetzt. Nach der Schlacht an der Marne wurde Stein jedoch als Kommandierender General zum 14. Reservekorps versetzt. In dieser Funktion zeichnete er sich in den Abwehrkämpfen an der Somme im Juli 1916 aus.

    Am 29.10.1916 wurde Stein zum preußischen Kriegsminister ernannt. Unter seiner Leitung war das Kriegsministerium aufgrund der Totalisierung des Kriegs gezwungen, sich neuen innenpolitischen und kriegswirtschaftlichen Aufgaben zu widmen (siehe auch Hindenburg-Programm). Am 8.10.1918 enthob der neue Reichskanzler Max von Baden Stein von seinem Amt, sechs Wochen später schied er auf eigenen Wunsch aus dem Militärdienst aus.


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