Hermann von Kuhl

    Aus Lexikon Erster Weltkrieg

    preußischer General; * 2. November 1856 Koblenz , † 4. November 1958 Frankfurt am Main

    Generalleutnant Hermann von Kuhl

    1878 Promotion über salisches Liedgut, Eintritt ins Heer; ab 1898 Dozent an der Kriegsakademie; 1899 Beförderung zum Major; ab 1906 Leiter der Kriegsgeschichtlichen Abteilung im Generalstab; 1912 Ernennung zum Generalmajor, Erhebung in den Adelsstand; 1913/14 Oberquartiermeister. Schon vor dem Krieg hatte sich Kuhl einen Ruf als ungewöhnlich intellektueller Geist erworben; bei Kriegsausbruch wurde er zum Generalstabschef der 1. Armee ernannt, die in der Ersten Schlacht an der Marne verwendet wurde. 1915 erfolgte die Versetzung des Generalleutnants zur 6. Armee. Ab Juni des folgenden Jahres wurde er als Stabschef der Heeresgruppe Prinz Rupprecht von Bayern zugeteilt, mit der er an der Abwehr der französischen Offensive in der Sommeschlacht teilnahm. Im Januar 1919 aus der Armee ausgeschieden, erwarb sich Kuhl nach Kriegsende einen Namen als Militärschriftsteller; er war zudem Funktionär des deutschen Offizierbunds und Gutachter für den Reichstag in der Frage des Zusammenbruchs des Reichs.


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