Johannes Bell

    Aus Lexikon Erster Weltkrieg

    deutscher Politiker und Jurist; * 23. September 1868 Essen , † 21. Oktober 1949 Würgassen/Weser


    1886-89 Jurastudium in Tübingen, Leipzig und Bonn, 1890 Promotion, anschließend Tätigkeit als Rechtsanwalt, dann Notar; 1912 Reichstagsmandat für das Zentrum. Bell unterstützte 1917 die Friedensresolution der Mitte-Links-Parteien und setzte sich damit für einen Verständigungsfrieden ein. 1919 Mitglied der Verfassungsgebenden Landesversammlung Preußens, bis 1920 Reichskolonialminister, später auch Reichsverkehrsminister der ersten Weimarer Koalition; gemeinsam mit Außenminister Müller Unterzeichner des Versailler Vertrags; 1920-26 Vizepräsident des Reichs und Mitglied des Vorstands der Zentrumspartei; 1926/27 Justizminister und "Minister für die besetzten Gebiete" im Kabinett unter Wilhelm Marx; 1930 Vorsitz des Reichstagsausschusses; 1933 Rückzug aus der aktiven Politik.


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